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2 (1822)
Seite
440
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Tiionland,

§, 557. Gewisse mineralische Substanzen, so wiedie FVJdspathe, die Glimmer, die Schiefer, verwan-deln sieh durch die Zersetzung in erdige, mit deinWasser einen Teig bildende, Thcilchen. Diese inFolge ihrer Leichtigkeit und Zartheit von den Strö-men himveggenommenen Thcilchen, werden in bis-weilen sehr grolse Entfernungen geführt: wenn dieGeschwindigkeit abnimnii. entweder weil der Strom,auf die benachbarten Ländereyen tretend, eine sehrgrolse Ausdehnung in die Breite nunimmt, oderweil er Buchten antrilfl, in welchen das Wasserstehend wird, so setzen sich diese Erdlheilchen abund bilden Leimen- oder Thonlager. Wenn dieFlüsse in einen See ausgehen, so lassen sie in sel-bigen oft ein Lager von Leimen, und wir sind Zeu-gern von solchen Formationen. JXAthwendig müs-sen dergleichen in den Meeren bewirkt werden: dieBeobachtungen der Schiller lehren uns, dafs derGrund <Jer Meere bisweilen ein unermefslichcs Thon-lager ist.

Die von solchen Ablagerungen gebildeten Ge-birge sind oft beträchtlich, llr, Olivier sagt uns, dafsdie Wüste oder das hohe Plateau, welches den Bo-den des gröbsten Theils von Persien ausmachl, vonth oniger Beschaffenheit ist.

Eben so ist es mit. dem Boden der Steppenoder grofsen TIaiden Siberiens ; sic sind nach Pal-las hauptsächlich aus einer verhärteten Erde oderLeimen gebildet, welcher in horizontalen Schich-ten geordnet, und mit einigen Sandlageru unter-mischt ist.