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2 (1822)
Seite
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Muscheln, wenigstens hat man darin noch keinegefunden.

Endlich hat man über selbigen, und welchedas oberste Stockwerrk des Gebirges der Gegendenvon Paris bildet, eine Kalkstein - Formation , vondenjenigen verschieden , welche wir bis jetzt gesehenhaben, welche sich in grofse Weiten erstreckt, undau sehr entfernten Orten wieder bildet. Sie be-stellet in einem mehr oder weniger Kieselerde ent-haltenden und blos Erde und Flui'smuscheln eiu-scliliefsenden Kalkstein, daher der Warne Süfswas-ser-Kalkstein (calcaire deau douce) den man ihmgewöhnlich giebt. Er ist leicht oder schwach gelb-lich: bistveilen ist er mild wie Mergel oder Kreide,aber meistens ist er dicht, feinkörnig und vonmuschliehem Bruche, dem Iurakalkstein sich nä-hernd: er ist sogar zuweilen hart und spröde, undkann wenig bearbeitet werden; die Steinbrechernennen ihn sodann clicart (Bruchstein).

Dieser Kalkstein scheint nicht allein mit einermehr oder weniger beträchtlichen Menge Kieselerdegeschwängert, zu seyn, sondern er enthält auch ei-ne grofse Anzahl kieselerdige Prodncle, bald sind esFeuersteine oder Ilornsteine, bald Mühlsteine, wel-che im Allgemeinen dichter, als die des unterstenLagers sind.

Sonst ist diese Formation ziemlich einfach, dasheifst: sie enthält wenig fremde Lager: man siebetdarin nicht mehr jene Mergel- und Thonschichten,die man jeden Augenblick in den untern Forma-tionen sieltet.

Hr. Brogniart, welcher zuerst die Aufmerksam-keit der Mineralogen auf diesen Kalkstein gerichtethat, bemerkt, dafs er sehr oft cylindrischc unregel-mäßige und beynahe parallele, obschon krumme,