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2 (1822)
Seite
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Es ist sehr hinreichend, das Daseyn der Vogel-Clas-se unter den Fossilen gezeigt und dadurch bewiesen zuhaben, dafs zu jener entfernten Zeit, wo die Gattungenso verschieden von den jetzt lebenden waren , die allge-meinen Gesetze von Mil vorhandenst') n , Structur, end-lich alles, was sich über blolse besondere Veihaltnisseerhebt, alles was die Beschaffenheit, selbst der Organeund ihre wesentlichen Verrichtungen betrifft, dieselbenals in unsern Tagen waren.

Man sichet in der Tliat, dafs von da an die Propor-tionen der Tlteile, die Länge der Flügel, die der Füfse,die Knoclienfiigungen der Krallen, die Gestalten unddie Anzahl der Wirbelbeine, bey den Vögeln , so wiebey den vierfiifsigen Tbieren, und bey diesen, die An-zahl, die Gestalt, die gegenseitige Lage der Zähne,den grofsen von der Besi baffenlieit der Dinge dergestaltfestgestellten Regeln unterworfen waren, dafs wir siefast eben so gut aus der Ürtiieilskraft als der Beobach-tung ableiten.

Nichts ist verlängert, verkürzt, modificirt worden,weder durch die äuGern Ursachen, noch den innernWillen; das was sich änderte, geschah plötzlich, undhat blos Trümmer als Spuren seines frühem Zustandeshintcrlasscn.

Mergel.

§. 5i8. Die Mergel , welche über dem Gypscsind und ihn sogar oft ersetzen, sind von zwejArten: die einen, denjenigen ähnlich, welche in dieGypsmassen eingescholten sind und da die Fort.sez-zung ausmachcn, enthalten, so wie sie, Süfswasscr-Muschehij die andern enthalten See-Muscheln.

Die erstem sind im Allgemeinen w'eifs und sehrmit Kalk angefülll, sie enthalten Stämme von ver-steinerten Palmen, Limnitcn und Planorhiten, wel-che kaum von denen verschieden sind, die in un-sern Meeren leben, Ueber diesen hat man auch