Druckschrift 
2 (1822)
Seite
349
Einzelbild herunterladen
 

34 9

JIr. Ornnlnis glaubt zwey verschiedene Kreide-Formalioncn luiterscbciden zu müssen, die eine istdie gewöhnliche Kreide; die andere darunter liegen-de besteht:

1) in einerblos Kiesel von blasser Farbe ent-haltenden Kreide, welche Kiesel in Hornstein undSandstein (körnigen Quarz) übergehen,

2 ) in einer groben oft sehr mildenVund cblo-'ritischen Kreide, weifsgelbliche Kiesel und Gryplii-ten enthaltend ; sie wird in einigen Provinzen luf-feau genannt, und macht in den Umgehungen vonTours an den Ufern der Loire das Gestein aus, inwelchen eine grofse Anzahl von Individuen ihreWohnungen ausgegraben haben;

5) in Sand und Sandstein mit kohlensaurentKalke vermischt, bisweilen mit Kreide wechselndund welche nach Ihm Omalins von keiner mecha-nischen Formation sind; mau findet darin Ammoni-ten, und wahrscheinlich sind es die letztem in derOrdnung der Formationen;

in sehr kleinen Theilclien, welche die Farbe und das An-sehen des Chlorits haben; einige Versuche haben mir einenansehnlichen Eisen - Gelialt angezeigt, und mich zu glaubenverleitet, dafs es wirklich Chlorit war; die Gegenwart einessolchen Minerals wurde in einem Gebirge von so neuerFormation sehr merkwürdig seyn. Etliche Personen seheneine Analogie zwischen diesem Stoffe und den grünlichenans einem Kreide-Gebirge genommenen Knötchen, und denHrn. Berthier als aus phosphorsauren Kalke (Apatit) undEisen (ßlaueiscnerde) bestehend gefunden hat.

Dieses Kreidegcbirge ist in horizontalen Schichten und be*deckt das Steinkohlengebirge dieser Gegend. Man sehe nii*here Darstellungen in dem Journal des Mines tome XVIII«