Druckschrift 
2 (1822)
Seite
269
Einzelbild herunterladen
 

Ich rühre ein Beyspicl an, was ich Gelegenheit hauezu beobachten-, es ist von eien so sonderbar gebogenenAuziuscheu Plötzen, bey Valencicnucs genommen. Umuns einen Begriff von ihrer Foun und Einrichtung zumachen, wollen wir Euuclimeu, ein Ilülz falle nachSüden, mit einer Neigung von ein; in einer gewis-sen Tiefe in zweyhlindert Melles, zum Bey.spiel , biegecs sich und sLeiee nach Norden auf, indem es mit demHorizonte einen Winkel von i",° macht; und am Endevon rpo Melres biege es sieb wieder und so, dafs esvon Neuem um 75° nach Süden cinfnlit; so wird esbey nahe die Gestalt eines N bilden. Man slello sichnun eine gt-ofse Anzahl van Steinkohlen - Sandstein - undThonilötzeii, alle von einerley Gestalt, in einander ge-fügt, 11ml also ein ungeheures lakel von einer halbenMeile Breite, und mehrere Meilen Länge bildend.vor;und man wird einen ziemlich genauen Begriff von demSystem der Iiötze haben, in welchem die schonen Bauevon Anzin sind. In den Biegungen sind die Steinkoh-len-Plötze meistens gebrochen, ihre Blatter sind mitdenen des Gesteins vermengt; allein In. .weilen ist auchdie Krümmung sehr abgerundet und ohne den minde-sten Bruch; so habe ich Gelegenheit gehabt, sehr deut-lich zu bemerken, d.tfs ein ITötz von fast zwey Fuf*Mächtigkeit sich dergestalt bog, dafs*es eine seit?- re-getmafsige, einen Bogen von olitigcfabr hundert Gradbey einem Halbmesser von drey Merres, bildende Krüm-mung darstellte, alle Blätter der Steinkohle folgten die-ser Krümmung, indem sie einen vollkommenen Paral-Iclisntus mit den Saaibaudeu behielten, und eben sowar es mit den Gestein - Schichten, welche im Han-genden und Liegenden waren *), Die Sleiukob-lcngritben in den Gegenden von Alous und mehrerer an-derer Orte zeigen Biegungen von gleicher Art. Mausehe darüber und über die verschiedenen Formell, wel-che die Steinkohlen-Flüiz.0 amtelimen , das schone Werkvon Herrn Ileron de Villelosse , De la richesse minerale

1) Journal des JVtlncs: tont. XVIIL