Druckschrift 
2 (1822)
Seite
186
Einzelbild herunterladen
 

Analogien bewogen,' auf den Syenit - Granit vonMeifsen und Dohna, welcher auf die Thonschieferaufgelagcrt ist, (§. 1 55.) einen grofsen Theil derGranite Deutschlands, und man brachte sie in dasUehergangsgehirge *). Hr. von Buch glaubt jetztin selbige die Gneise von Martigni und von St. Mo-ritz in der Schweiz setzen zu müssen. Einige Per-sonen bezogen darauf sogar die grofsen Al, ien.

Endlich weifs man in dem jetzigen Augenblicknicht mehr, wo man sich anhallen soll, um einensogar unwiderleglichen Ur-Granit zu finden; undes scheint, wie 1 Ir. Brogniart sehr gut sagt, dafses fast nichts v'eiter, als die wenig bekannten Gra-nit- und Porphyr-Gebirge giebt, welche noch inden Urgebirgen bleiben.

So ist der Gang des menschlichen Geistes: man be-

strebt sich eifrig nm eine Neuigkeit, und wenn derAntrieb auf blofse Uebersicliten, auf sogar entfernte Ver-hältnisse gegeben ist, so stürzt man das alte Gebäudeum und bemühet sich eine neue Ordnung der Dingeaufzustellen. Allein dieser Gang, diese grofsen schwin-genden Bewegungen, schicken sich keinesweges für dieFortschritte in unsern Kenntnissen, besonders in denen,welche wie die Geognosie, gewissermaafsen nur Wis-senschaften der Beobachtungen sind. Wir wollen unsimmer in die Nähe der Thatsache halten; wir wollenabwarten, bis eine sehr bestimmte und bestätigte Be-obachtung die Auflagerung eines Gebirges auf Lager,welche Reste von organischen Wesen enthalten, mittel-oder unmittelbar bewiesen habe, ehe wir es aus derClasse nehmen, in welche es die bis jetzt gemachten Be-obachtungen gesetzt haben. So glaube ich, mufs mandabey verfahren, und so habe ich zum Nutzen der Wis-senschaft gebandelt. Weil man zu Christiania (inen Sye?

i) Geognostische Fragmente, igu.