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Der Kalkstein enthalt bisweilen Breccien vonseiner eigenen Substanz. Ich war über diejenigenverwundert, welche ich oft auf den höchsten Päfsender Alpen gesehen habe. Hr. von Charpentier hatdieselbe Thalsache in den Pyrenäen gefunden, erhat da ziemlich oft Kämme bemerkt, welche mitaus eckigen Stücken von allen Gröfsen zusammenge-setzten Breccien und denselben Arten, als die. wel-che den Haupltheil des Berges ausmachen , endigten:diese Stücke sind durch einen weisen körnigen Kalk-stein agglutinirt: die Umstände der Lagerung brin-gen auf den Gedanken, dafs die Formation dieserBreccien früher, als die der Uebergangs- Gebirge ist:eine derselben, welche eine Schicht von zwey FufsDicke bildet, hat er sogar in die Masse des Ge-birges eingeschaltet gelunden.
Ur- Gyps.
§. 200. Der Gyps hat so viel Aehnlichkeitenmit dem Kalkstein; sie linden sich so oft in denFlötz- und Uebergangs - Gebirgen beysammen, dafses aufserordentlich scheinen müfsle, sie nicht darinin den Urgebirgen zu sehen. Wenn jedoch derGyps darin vorkommt, so ist solches nur in sehrgeringer Menge, und bis in diese letztem Zeitenhat man kein dergleichen Beysjüel aufgeführt. Vorohngefähr zwanzig Jahren bemerkten die Ilrn. Frei-esieben und von Humboldt in dem Thalc Canariabey Airolo, am südlichen Fufse des St. Gotthard,eine mit vielem Glimmer vermengte Gyps - Masseund welche auf einem Glimmerschiefer - Gebirgeruhet. Diese Gelehrten glaubten, dafs sie ein Theiidesselben wäre, und seitdem ist dieser Gyps als'einBeyspiel von Urgyps in allen geoguoslischen Ab-handlungen gegeben worden. .