Neunte A b t h e i l'u h g,
Y o n dem U r k a 1 k s l e i n,
Calcareus micans, von Wall,
Urk al k s t e i n der Deutschen,
Primitive limestone der Engländer.
§. 222. Obschon der Kalkstein (kohlensaurcKalk) in den Urgebirgcn nicht so häufig, als inden Flötzgebirgen ist, so wird er doch auch, ent-weder in Lagern, die in den schon erwähnten Ge-steinen enthalten sind, oder in Gehirgs - Massen,angetroffen: bisw r eilen ist er rein, allein oft ist ermit dem SchieferstofF vermengt. Der Drkalksteiuist gewöhnlich körnig, in mehr oder weniger gros-sen Körnern, er hat ein krysudlisches Ansehen,ist wenigstens an den Kanten durchscheinend, undseine Farbe ist meistens weifs oder grau.
Im Allgemeinen haben die ältesten Kalksteine,diejenigen, welche man in den Graniten und Gnei-sen findet, ein gröfseres Korn, und mehr kristal-linisches Ansehen, als die, welche man in den letz-ten Urgehirgen, wie. den Thonschiefer, sichet: al-lein es gieht hier eine grofse Menge Ausnahmen;tind es geschiehet ziemlich häufig in den altern Ge-birgen, so wie die Glimmerschiefer sind, fitst dich-te und hauptsächlich hlaulichgraufarhige Kalksteinezu sehen. Jedoch ist es sehr selten, ganz dichtedergleichen zu sehen; und Saussure selbst, welchernur sehr spät die gewöhnlich körnige Textur derUrkalksteine gewahr wurde, schliefst seine Betrach-tungen über dieses Gestein, mit der Bemerkung,dafs man wohl körnige Kalksteine in den Flötzge-