Druckschrift 
2 (1822)
Seite
89
Einzelbild herunterladen
 

«9

dem Glimmer: allein La Id versclimelzen die Scliiipp-elien in einander, das kryslallinische Ansehen ver-schwindet , und man hat ein Ganzes von gleicharti-gem Scheine: dies ist der wahre Thonscliiefer. DieGlimmerflittorchen, welche man bisweilen auf seineu Blättern siehet, sind mehr in seine Masse cin-geschlossen, als dafs sie ein Theil davon sind: dieQuarz - Puncte , welche übrigens in der Menge ab-gen.omm.e_n haben, sind ganz unsichtbar, sie sindim Ganzen oder theilweise in die Masse ver-schmolzen.

So stellt sich auf die zusammenhängendste, diebeste stiifentvei.se Art, der Debergang zwischen denbeyden Gesteinen und folglich der [Jehergang desThonschiefers in Gneis und Granit dar.

Diese Thatsache ist eine der bestimmtesten inder Wissenschaft; alle Geognosten sind in dieserBeziehung übereinstimmend. Als Derber die ersteBeschreihung des Gneises gab, so sähe er in ihmnur ein Gestein, welches auf der einen Seite andem Granit lag, und auf der andern in den Thon-schiefer überging 1 ).

Als Ch arpentier den Glimmerschiefer beschreibt,giebt er ilm als das Zwischen- (Uebergangs-) Ge-birge zwischen diesem Gesteine und dem Gneisean 2 ). Haydinger drückt sich in seiner Abhand-lung über die Gesteine ebenso aus 3 * 5 ). Saussure harrtoft auf den Uebergang der blätterigen Granite inden Thonschiefer. Hr. von Buch hat diese That-

i) Beyträge zur Naturgeschichte von Böhmen. S. 24.

3) Mineralogische Geographie der Chursächsischeii Lande,

S. £80.

5 ) Entwurf einer systematischen Darstellung der Gebirgs*arten. S. 21,