66
L.ager von dichtem öder körnigem Febkspath;dies ist der TVeifssbein von Werner. Ich habe die-ses Gestein in den Gebirgen Sachsens, sowohl innur einigen Zoll dicken, vollkommen ebenen nmlin den Gneis eingeschobenen, Tafeln ähnlich, haiclin so dichten Schichten gesehen, dafs sie Gebirgs-jfVlasscn bildeten. Der Feldspath in selbigen warweifs, hart und halle ein äufserst feinkörniges An-sehen, wie die Dolomiten; er enthielt eine Mengerot her Puncte, welche mir Granaten zu seyn schie-nen, und man sähe darin einige Schüppchen von■weifsein Glimmer.
Hr von Bonnard, welcher den TT'eifssein in Sachsen,besonders in dem nordwestlichen Tlieile des Erzgebir-ges, wo er eine grofse Gebirgs - Masse bildet, besondersstudirt hat, bemerkt, dafs er unter dem Gneise liegt,und glaubt nicht ihn diesem Gesteine untergeordnet zubetrachten; er scheint ihn vielmehr an einem bason-dern Granit zu liegen, in den er bisweilen übergeht;dies würde sodann nur ein Etuit seyn, das heilst, eindichter oder fast dichter Granit.
Hr. Hausmann hat in Schweden einen Weifsstein be-merkt, weicher in demselben Falle seyn winde: indemer den Syenit - Granit verfolgte, sähe er die Horn-blende verschwinden, und er hatte bald nichts weiter,als ein aus dichtem Feldspath mit einigen Quarz-Kor-nern, und einigen kleinen Glimmer-Blättchen, welcheihm kaum das geschichtete Ansehen gaben, zusammen-gesetztes Gestein: dies ist, sagt dieser gelehrte Minera-log , ein wahrer TVeifsstein. Uebrigcus hat er in dem-selben Laude einen aus gleichsam in einander ver-schmolzenen Feldspath und Quarz gebildeten Etuit sichjenem Gestern nähern sehen z ).
In allen Fällen ist der. EVeifsstein in meinen Augenein gewöhnlich körniger Feldspath, der einige Ginn-
1) Heise durch Scanduiavicn. Ster Band,