Druckschrift 
2 (1822)
Seite
60
Einzelbild herunterladen
 

(Jo

die dicksten, sie sind ziemlich oft eine Linie dick: derDurchschnitt eines solchen Gneises stellt ein gebän-dertes und sogar vre 11 enartiges Ansehen dar,wenn die Streifen, statt eben, krumm sind. Biswei-len ist der Quarz nicht mehr in Streifen, oder inSchichten, die iu die Feldspath- Schichten einge-schoben sind, sondern in kleinen parallelen Stan-gen ; und wenn das Gestein senkrecht auf derenRichtung durchschnitten wird, so stellt es bis zueinem gewissen Puncto das Ansehen eines verstei-nerten Holzes dar; die Quarz - Stangen sind dagleichsam wie der Länge nach gehend; Fasern.

2 ) Der gemeine Gneis. Er besteht in kleinenStreifen oder linsenförmigen Platten, die aus Feld-spa th und Quarz-Körnern bestehen, welche ein-ander zur Seite liegen und durch aus Gliinmer-schüppclien gebildete Blätter abgesondert sind, lndem Gneise von Freyberg, welcher einer der aus-gezeichnetem ist, hat der den herrschenden TheilBildende Feldspath eine schwach weifsgrauliche Far-be und Körner von ein oder zwey Linien Dicke:der Quarz ist in ein wenig kleinern aschgrauliehenKörnern. Diese beyden Arten von Körnern sindvermengt, und ihr Ganzes macht kleine Plattenaus, w< lebe in ihrer Grölsc und Gestalt sehr ver-schieden sind, allein, welche man sich im Mittelvon zwey bis drey Linien Dicke in der Mitte undeinen bis zwey Zoll Durchmesser vorstcllen kann:der Glimmer schiebt sich zwischen sie in Gestaltvon gekrümmten Blättchen, die aus bräunlich schwar-zen Schüppchen bestehen. Ziemlich oft siebet manin diesem Gneise Quarzkörner von der Gröfse derHaselnüsse, um welche sich die GlimmerblättchenLiegen, welches dem Steine ein drüsiges Ansehengiebt. ln den Gegenden von Saint-Flour in Au-