Druckschrift 
2 (1822)
Seite
16
Einzelbild herunterladen
 

Weilen silbergrau. Uchrigcns sind die eben ange-zeigten Kennzeichen in den Substanzen, welche denGranit ausmachen, nur diejenigen, welche sie i;iihrem gcwöbidichen Zustande darstellen: denn sonstsind diese Kennzeichen in jeder Substanz grol'sen.Veränderungen unterworfen.

Die Gröfsc der Körner besonders zeigt sehrgrofse Unterschiede. Man sieliet Granite, in wel-chen die Feldspath- und Quarz-Körner einige ZollLaben, und worin der Glimmer in ljläuern, übereine Iland breit, ist; dergleichen giebl es bey Li-moges. In Siberien Lc/indet sieh der Glimmer bis-weilen in den Graniten in so grofsen Blättern, dafser zu Fensterscheiben dienen kann. Anderer Seilsnehmen die Körner au Gröfsc bisweilen dergestaltab, dafs sie von dem Auge nicht mehr zu unter-scheiden sind, und dann entsteht eine Masse Yoagleichartigem Ansehen, welches der Eurit ist.

Da der Feldspath die vorherrschende Substanzist, so geben seine Unterschiede hauptsächlich Ver-anlassung zu den Unterschieden, welche man in denGraniten bemerkt. Die Farbe desselben macht gleich-sam den Grund derjenigen aus, welche sie haben:weil er in dem orientalischen Granite roth ist, sobietet dieser Stein eine solche Farbe dar: die Farbedes Feldspathcs liat um so mehr Einflufs auf dieFarbe des Granits, als er von den drey integn'ren-den Grundstoffen derjenige ist, welcher in dieserBeziehung am meisten veränderlich ist: der Quarzbehält fast immer seine graue Farbe bey, und derGlimmer ist gewölndicb in zu kleinen Yheilcn undin zu geringer. Menge, um sich anders als Fleckenauf dem Grunde einer andern Farbe darzustellen.Von der Festigkeit oder vielmehr von der gröfsernoder geringem Fähigkeit zur Zersetzung des Feld-