Druckschrift 
2 (1822)
Seite
13
Einzelbild herunterladen
 

von den im Milteialter keinen besondern Namenbekommen. Plinius giebt zwar dem Steine, tvorausdie Egyptier ihre Obelisken fertigten, den NamenSyenit, und sagt uns, dals derselbe ehedem denNamen pyropöCcilön, wegen seiner rothen und bun-ten Farbe, führte: allein es scheint, dafs diese Na-men nur der einzigen Art, die man in den Stein-hrüehen von Thebaida bcy der Stadt Syene 1 ) ge-wann, gegeben wurden. Agricola und Boece deBoot thun von dem Granit keine Erwähnung; undes scheint, als hätte derselbe den italienischen Künsi -lern zum Th eil den Stoff zu ihren' schonen Werkenverschafft, welche Künstler ihm den Namen, wel-chen er jetzt führt, gaben; sie leiteten ihn vongranito, körnig, (grauum) ah, weil dieser Steinwirklich nur eine Vereinigung von Körnern vonverschiedener Beschaffenheit ist. Diese Etymologieist bestimmter, als die, welche man ,011 dem vonPlinius zu Bezeichnung einer Lesondern .Stein-Gat-tung gebrauchten Worte, gera'niles, herleiten würde.Wie dem auch sey, so scheint cs, dafs Tournefort,in seiner zu Anfang des letzten Jahrhunderts er-schienenen Reise, der erste Schriftsteller gewesensey, welcher das Wort Granit, gebrauchte. Diesgeschah auch zu gleicher Zeit von Montfaucon, wel-cher, während seiues Aufenthalts in Italien, dieSprache der Künstler gelernt halte; indem er vonfünf zu Rom im Anfänge des letzten Jahrhundert*

1 ) liier folgt, vras Phnius sagt, indem er von verschie-den Marinorarten spricht: Circa Syenen vero Tltebaidis,Syenites, quem ante Pyropoecilon vocabant: trabesex eo feeere reges quodam certamine obeliscos vocantes.Lib. 56, c, 2,