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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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fugen, zum Abfälle von unserer Kirche lassen wirunS weder durch väterlichen Rath locken, noch durchMachtgebote zwingen. Mit dem ersten Jugendunter-richte wird uns die Abneigung gegen Hierarchie undGewissenszwang und die Achtung der großen Männer,denen wir die Befreyung von diesen Banden verdan-ken, eingcstößt; die theologische Wissenschaft, die wirauf unfern Universitäten erlernen, macht uns mit demursprünglichen Evangelium und dem Verderben dervon der Hierarchie beherrschten Kirche bekannt, undlehrt uns das Eigemhümiiche unsrer Lehre und Anbe-tungsweise würdigen; und, gern verzichtend auf dieEhren des Priesterthums, wollen wir seyn, was wireben sind, Lehrer und Führer der Gemeinden, undfühlen uns glücklich, daß wir lehren können, was wirglauben, und sprechen und schreiben dürfen, ohne nach Romund nach den Verboten bischöflicher Vicariate zu fra-gen. Was wollen Sie bey so gesinneken GeistlichenauSrichten? Oder gründen Sie vielleicht IhreHoffnung auf den hier und dort geäußerten Wunsch,daß der protestantische CultuS eine reichere ästhetischeAusstattung erhalten möchte? Auch diejenigen, welche,unbefriedigt durch die würdevolle Einfalt eines Gottes-dienstes, der die Anbetung Gottes im Geiste und inder Wahrheit auödrückt und fördert, mehr ästhetischeVerherrlichung fordern-, als, nach meinem Dafürhal-ten, nöthig und rathsam ist, wollen doch keineswegsdie Einführung in irrigen Ansichten gegründeter Ge-bräuche, als etwa der Messe, und sind nicht geneigt,was sie wünschen, durch die Aufopferung der eigen-thümlichen Lehre ihrer Kirche zu erkaufen. Odermeinen Sie etwa, daß diejenigen Ihnen entgegen