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tholiciSmus in das glänzendste Licht zu stellen suchen!Schade um Ihre freundliche Csndescendenz zu unsererSchwachheit und zu den Bekümmerniffensder Weiberunsrer Geistlichen, welche Sie durch die^Zusicherungberuhigen, daß, wenn nur die Vereinigung zu Standekäme, der heilige Vater in Rom gewiß ein Einsehenhaben und die Fortsetzung der einmal eingegangenenEhen der Geistlichen bewilligen würde! Schade umDinte, Feder und Papier; eö wird doch nichts aus derSache werden; denn, wie klug Sie auch calculireten,Sie haben Sich dennoch verrechnet.
Zwar verkenne ich nicht die wahrhaft JesuitischeWeisheit in dem Rakhe, daß die Landesfürsten (zu de-nen Sie das gute Zutrauen haben, daß sie alle derSache geneigt seyn werden) den protestantischen Geist-lichen die Union im väterlichen Tone empfehlen unddenen, welche sie annehmen und befördern, Aussich-ten auf Würden und erhöheteEinkünfte eröffnen sollen").Dieser Rath ist in der That sehr verständig; denn vielerhält man in vielen Fällen, wenn man der Schwach-heit imponirt und die Leidenschaften in sein Interessezieht. Allein gesetzt, es würde hier ein Schwacher ein-geschüchtert oder dort ein Niederträchtiger gewonnen,was wäre damit erreicht? Oder halten Sie uns allefür schwache und verkäufliche Seelen? Was, meinHerr, berechtigt Sie, so niedrig und unwürdig vonuns zu denken? Nein, wahrlich wir sind nicht gemeint,unfern Glauben zu verkaufen und unsere Gemeinden zuverrathen, wie Judas den Herrn; wie willig wir denGesetzen gehorchen und der bürgerlichen Ordnung uns
") S. 336 — 337 . der Fricdcnsworte.