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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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höher achtet er sie, und je höher er sie achtet, destobeharrlicher weigert er sich, ihr mehrere seiner Kinderzu entziehen, als das Recht des andern Gatten fordert.

Wie hier, so drücken Sie auch anderwärts An-sichten und Wünsche aus, welche, wenn sie allgemeinwürden, und in planmäßige Bestrebungen übergingen,die protestantische Kirche gefährden würden und jedenFreund der Freyheit und des Lichtes besorgt machenmüßten, so daß ich durch die Lectüre Ihrer Schrift(und daS ist der einzige Gewinn, den ich ihr verdanke)auf's Neue von der Nochwendigkeit, die Sache desProtestantismus zu führen, und auf die Plane undMachinationen seiner Gegner hinzuweisen, überzeugt wor-den bin.

So verhehlen Sie nicht (S. .54.), daß die Her-stellung der Klöster nicht nur, sondern auch die Rückkehrder.Jesuiten und die Erziehung der Jugend in den Scmi-narien dieser Väter der Wunsch kluger und gutden-kender Katholiken und mithin Ihr eigener Wunsch sei).Nun daß ein ehemaliger Abt die Wiederherstellung derKlöster wünscht, finde ich begreiflich, auch mögen diejeni-gen Hierarchen, welche den Orden begünstigen, der dieZwecke der Hierarchie durch jedes Mittel zu fördern bereitist, kluge Leute seyn. Ob aber gutdenkende, d. h.rechtlich und billig gesinncte, Licht und Freyheit liebendeKatholiken eine Gesellschaft zurückwünschen können, wel-che aller Orten Unheil gestiftet, Argwohn und Haß gesäet,zu Unterdrückung und Verfolgung gereizt, ja sogar Ver-brechen beschönigt und befördert, und in Deutschland na-mentlich die Kriegöflamme, welche dreyßig Jahre langbrannte, genährt hat, muß ich sehr bezweifeln, und gewißweiß ich, daß alle Deutsche Protestanten die Wiederer-