gegeben und ein Jesuit die Märtyrerkrone ihm ver-heißen halte"). Solche Beyspiele mußten Sie er-wähnen, wenn Sie geschichtlich darthun wollten, daßin dem Protestantismus nicht weniger als in dem Ka-tholicismus. die Veranlassung zu gefährlichen Verir-rungen liege. Die von Ihnen angeführeten Beyspieleaber beweisen nichts weiter, als daß auch unter denProtestanten Verbrechen begangen worden stnd, wasNiemand zu laugncn verlangt hat.
Weniger noch als unbefriedigend, wie diese Be-antwortung, ist das, was Sie auf meine Klage überdie Beeinträchtigungen der p-.otestantischen Kirche durchdie katholische erwiedern. Denn was der hauptsäch-lichste Gegenstand dieser Klage war, die Prätcnstonkatholischer Geistlichen, daß alle aus gemischten Ehenentsprossene Kinder in der katholischen Confession erzo-gen werden sollen, so führen Sie ihr selbst das Wort,indem Sie Sich hierüber (S. 105 — 106.) alsovernehmen lassen: .„Wenn der katholische Geistlichedem Geiste seiner Religion und dem Drange seines Ge-wissens gemäß handelt, und seinem katholischen Pfarr-kinde näher an daS Herz legt, was ihm Pflicht zuseyn dünkt, so ist er nicht zu tadeln. Der katholischePriester beschrankt sich bey dieser Gelegenheit aus daskatholische, ihm untergebene Subject, schärft demsel-ben ein, was Religion und Gewissen erheischen; mitdem protestantischen Theile besaßt er sich nicht. Willdieser die von dem katholischen Theile zu setzende Be-dingung nicht annehmen, so möge die projeccirte Ehe
*) S. (Toze's) Allgemeine Geschichte der VereinigtenNiederlande, Th. HI. S. 459.