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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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zum KatholiciSmus zurückführen wollen, fordern Siemich auf, diejenigen zu nennen, die mit solchem Planesich trügen. Nun ich will Ihnen Jemanden nennen,den Sie nicht weit zu suchen brauchen, und Zeug-nisse Nachweisen, gegen deren Acchtheit Sie wohlnichts einweuden werden. Sie selbst, mein Herr Abt,gehören zu denen, welche den Regierungen den Pro-testantismus verdächtig machen möchten und mit demPlane, die Welt in den Schooß der alleinseligmachen-den Kirche zurückzuführen, sich beschäftigen. Ihreoft wiederholte Behauptung (z. B. S. 52.): der Pro-testantismus führt zum Rationalismus, der Rationa-lismus zum Atheismus, und der Atheismus zur Auf-lösung der Staaten, was ist sie Anderes als eine An-klage des Protestantismus? Wenn Sie (S. 158.)sagen: „Widerspenstigkeit gegen kirchliche Obere (ge-gen den Papst namentlich, von welchem unmittelbarvorher die Rede war) bahnt den Weg zur Wider-spenstigkeit gegen die weltliche Obergewalt; oderdürfte dann nicht auf ähnliche Art gesagt werden: derStaat kann auch ohne den Fürsten bestehen und kannvon ihm getrennt werden und doch Staat bleiben? Haksich so eine Sprache nicht schon in neuern Zeiten mehrmal hören lassen? — Lt NUH6 re§68 irire11i§ite'so liegt ja in dieser Erklärung handgreiflich der indlrecte Vorwurf, daß die protestantische Kirche, welchekeine Hierarchie anerkennt und behauptet, daß die Grmeinde Jesu Christi ohne den Papst bestehen könne^zur Widerspenstigkeit gegen die weltliche Obergewaltführe, und Jedermann würde diesen Sinn in diesenWorten finden, auch wenn derBeysatz: Lr nuno re-§68 ini6Hi§it6, nicht ausdrücklich darauf hinwiese.