145
gerichtet sind, sondern weil, wem, sie gegründet wä-rcn, meine Vertheidigung des Protestantismus als einzweckloses, mißlungenes und selbst als ein verdächtigesund gefährliches Unternehmen erscheinen müßte. Dennnichts Geringeres geben Sie mir Schuld, als daßich mit bloßen Gespenstern gesochten, die katholischeKirche verläumdet, grobe Unwissenheit an den Tag ge-legt, ja sogar staatsgesährliche und antichristliche Grund-sähe verrathcn Härte. Wäre dem also, gewiß hättedann die Sache des Protestantismus keinen schlechtemVertheidiger finden können, und alle diejenigen, welchemeine Schrift* theilnehmend gelesen und bcyfällig be-urtheilt haben, wären auf eine mir und Ihnen un-verzeihliche Weise betrogen worden. Vielleicht indessengelingt mir'S, wenn auch nicht Sie selbst von derGrundlosigkeit Ihrer Vorwürfe zu überzeugen, dochvor dem Publicum, an dessen Urtheil wir appellirenmüssen, da ich begreiflicher Weise Rom'S Competenznicht anerkenne, mich und mit mir alle die zu recht-fettigen, welche meine Grundsätze theilen und meineApologie des Protestantismus ein wahres und zeitge-mäßes Wort genannt haben.
Gegen diejenigen schrieb ich, welche den Prote-stantismus den Machthabern verdächtig machen unddurch ihre erlogenen Anklagen die Regierungen mit Miß-trauen zu erfüllen trachten. „Wer diese Anklägerseyen, sagen Sie (S. V. der Vorrede), wo sich ihreAnklagen und thörichten Rathschläge vorfinden, wirdnicht erinnert, noch weniger erprobt; schon hierausdürfte ein Luftgefecht zu folgern seyn" und weiter 'un-ten (S- L3.), wo Sie Ihren Unwillen über meineRüge derer äußern, welche die Welt verfinstern unl> x
10