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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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und Aniversitäten gar oft verderbte Jüngling wirdeine Schande jedes Standes werden, dem er sichweihet."

Was wollen Sie mit dieser Anklage vor demThrone der Fürsten? Mißtrauen gegen die Völker,Besorgniß revolutionärer Bewegungen wollen Sie wek-ken und nähren. Und warum dieses? Um die Für-sten auf den Gedanken zu führen, daß es, da mandie Ideen nicht mehr durch die Waffen allein bekäm-pfen könne (etwas jedoch soll auch das Schwerdt indem Kampfe mit den Ideen thun), eines andern Mit-tels, nämlich des Katholicismus, bedürfe. Der Po-litik wollen Sie Ihre Kirche als ein Mittel, die Völ-ker zu bändigen, und dabey wohl auch sich selbst em-pfehlen und bemerkbar machen, um, wie durch IhreWundercuren, so durch diese geräuschvolle Anklage Ih-rer Zeit und Ihres Volkes, eine Ceiebrität zu er.langen, welche durch Talent und Wissenschaft sicherererworben wird.

Kennen Sie Demagogen, welche die Throne er-schüttern und die bürgerliche Ordnung Umstürzen wol.len, so gehen Sie hin und zeigen Sie die Verbrecheran, damit die strafende Hand der Gerechtigkeit siefasse. Eine allgemeine Anklage aber ist eine Verläum-düng und keine Anklage, eben weil sie allgemein ist,und kann zu gar nichts führen, als unseliges Miß-trauen zu mehren. Versöhnen soll der christliche Pre-diger, nicht entzweien; Vertrauen soll er stiften zwischenden Fürsten und den Völkern, nicht Argwohn undMißtrauen säen.