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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
Entstehung
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Jahrhunderten; aus bloßen Wünschen nach Verbeststrunzen des bürgerlichen Zustandes und aus bloßenKlagen (etwa über die Beschränkungen des Handels-verkehres, über das Anwachsen der öffentlichen Schuldund über die nobilitirtcn Juden, welche bey denStaatsanleihen ihre Rechnung finden) kann nur derArgwohn auf verbrecherische Plane schließen. Wound wenn wäre nicht geklagt und gewünscht wor-den? — Vcrläumdung ist es, von demagogischenUmtrieben zu reden, ohne ihre Urheber zu nennen,und vor der Gefahr revolutionärer Bewegungen zuwarnen, ohne die zu bezeichnen, von denen sie kom-men soll. Kennet ihr die Friedensstörer, welche mit ver-brecherischen Planen umgehen, so nennet sie, zeigetsie den Behörden an,, damit man sie richte und strafe.Wisset ihr aber Niemanden zu nennen, so schweigetstill, und mehret nicht durch leeres und verläumderi-sches Gerede das Mißtrauen der Machthaber, welcheseben so verderblich werden kann, wie die Unzufrieden-heit der Völker. Schweiget und versündiget euch nichtlänger am Deutschen Vaterlande. Nicht blos amDeutschen Volke aber, sondern auch an der Sache desEvangeliums versündigen sich diejenigen, welche sol-ches Mißtrauen wecken und nähren, um den Macht-habern den Katholicismuö zu empfehlen. Denn dar-um hat Gott wahrlich der Welt das Evangelium nichtgegeben, damit es zum Kapzaume der Völker ge-braucht würde, darum hat Christus wahrlich seineKirche nicht gestiftet, damit sie irgend einem politi-tischcn Systeme zum Stützpuncte dienen sollte. DieReligion, welche nicht nur den Völkern Gehorsam undTreue, sondern auch den Königen Gerechtigkeit und