Druckschrift 
Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
Entstehung
Seite
114
Einzelbild herunterladen
 

derweit wird ein bedeutender Aufsatz über denselbenGegenstand erscheinen. Wir glauben für diesmal kei-nen triftigem Beweis aufführen zu müssen, als daßLuther ein Erzjakobiner und Carbonaro gewesen ist."Hierauf folgen dann aus dem Zusammenhänge gcris- j!!sene Stellen 'aus Luther'S Schriften, namentlich aus jseinen Tischreden, in denen er in der derben Kraft- !spräche seiner Zeit über einige Fürsten, namentlich überKaiser Karl V., welcher die Sache der Evangelischen I ^mit Waffengewalt zu unterdrücken drohete, über den > sKönig von England, Heinrich VIII., welcher gegen ^ihn geschrieben hattet und über den Herzog Georg i(welcher, beyläustg gesagt , nicht Herzog von Branden- ^ sbürg war, wie die gelehrten Hrn. Verfasser meinen, ^indem es gar keine Herzoge, sondern Markgrafen und ^ sKurfürsten von Brandenburg gegeben hat, und Georg jin Leipzig und Dresden wvhnete, welche Städte nie- smalö in Brandenburg lagen) auf unehrerbietige Weisesich äußert. Die Prüfung der Sache wollen wir auf- -schieben, bis der versprochene bedeutende Aufsatz erschie- 'nen scvn wird; denn jetzt lohncte sie wirklich der Mühe knicht. Bemerrenüwerth aber sind doch die Aenßcrungen ! jder Hrn. Verfasser, weil sie die Künste kennen lehren, ! ^durch welche man den Protestantismus verhaßt zu ma- >chen und als gefährlich darzustellen sucht; denn frei)- ^ ilich, wenn Luther ein Erzjakobiner gewesen ist und ein ^ !Carbonaro, so läßt sich von allen, die sich zu seinen!Grundsätzen bekennen, nichts Gutes erwarten. Ein !recht listiger und versteckter Jakobiner aber muß er doch ^gewesen seyn, da seine Landesherren, Friedrich der > lWeise, Johann der Beständige, und Johann Fried- ^rich der Großmüthige, von seinem JakobiniömuS nichts !