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dem gelernt haben mag, dessen Stelle er auf Erdenvertreten will? Ob wohl Christus, wenn er heutenoch sichtbar seine Kirche rcgierete, auch die Leute ausadelichen oder doch wohlhabenden Familien vorzugs-weise zu den höchsten Kirchenämtern berufen würde?Wo mögen wohl die Apostel Paulus und Petrus ihreAdelsdiplome gelöst, und welche Wappen mögen siegeführt haben? Ob es wohl den nichtadelichen undnichcwohlhabendcn Familien im katholischen Deutsch-lande zur Freude gereichen wird, wenn sie sehen, wel-ches Gewicht das Oberhaupt der Kirche auf Wohl-habenheit und adeliche Geburt lege? Ob wohl disGeistlichen der katholischen Kirche sich ermuntert füh-len werden, nach Auszeichnung durch Wissenschaft undAmtstüchtigkeit zu streben, wenn sie bestimmt sind,ewig entweder Pfarrer oder Schulmeister in klösterli-chen Seminauen zu bleiben, indessen nur diejenigenzu den höchsten Kirchenämtern aufsteigen, welche soglücklich gewesen sind, das zu Auszeichnung berechti-gende Verdienst von dem Vater und der Mutter zuererben? Sollte in der That die wahre Kirche, d.h. das Reich Gottes auf Erden, der pecuniären Mit-tel ihrer Führer zu ihrem Bestehen und Gedeihen be-dürfen ? Sollte nicht die Wahl zu den Kirchenämterneinzig und allein durch die Rücksicht auf Frömmigkeit,unbescholtenen Wandel, Wissenschaft, Amtscrcue, Lehr-fähigkeit und Erfahrung geleitet werden? Oder ver-rathe ich durch solches Urtheil nur unpolitische Einfaltund bürgerliche Beschränkung?
In eben dieser Sorge für die dem geistlichenStande sich widmenden Sprösslinge adelicher und wohl-habender Familien ist unstreitig auch der Grund der