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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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sich unter einander verbunden und über die Lehre undVerfassung sich vereinigt; durch Synoden werden dievon einander gewichenen Kirchen wieder zusammen-treten und zeitgemäß sich fortbilden. ") Ungestörete Frey-heit irss der Entwickelung ihrer Lehre und Verfassung

*) Zu bedauern ist nur, daß das Streben nach der EnNeuerung des Synodalswesens Von manchen ganz mißverstan,den wird, und schmerzlich ist mir's gewesen, daß selbst eineinsichtsvoller, mit der protestantischen Kirche befreundeterStaatsmann, Friedrich von Bülow, in der Schrift:Uebcr die gegenwärtigen Verhältnisse des christlich/evangelischenKirchenwesens in Deutschland, besonders in Beziehung aufden Preußischen Staat, Magdeburg 1818, gegen dieses zeit/gemäße Institut sich erklärt und geurtheilt har, daß nichtsanderes als die Gründung einer protestanlijchcn Hierarchie durchdasselbe bezweckt werde. Unglücklicher Mißverstand! Liegtdenn im Protestantismus irgend eine Tendenz zur Hierarchie?Wodurch haben die protestantischen Geistlichen, sie, die aus rei-ner Wahrheitsliebe forschten, und selbst was ihnen vortheilhaftwar, gern und willig aufgabcn, sobald sie es als unhaltbarerkannten, zu solchem Verdachte Veranlassung gegeben? Sindsie etwa so gestellt, daß die Lust zu hierarchischen Zsnmaaßnn/gen sie anwandeln könnte? Wo und wenn haben sie dennfür die Kirche selbst oder für deren Stellvertreter sich ausge-geben und andere von der Theilnahmc an den Synoden ans-schlleßen wollen? Ist nicht übcrdcm der erste Gedanke an dieHerstellung des SynodalwcsenS von de» Negierungen, welchedadurch die Union der Lutherischen und Neformirten -Kirchecinleiten wollten, ansgegangcn? — Wer die protestantischeKirche als eine selbstständige, d. h. als eine für einen cigen-thümlichen Zweck vereinigte Gesellschaft betrachtet, und nichtwill, daß sie entweder in dcni Staate unkcrgehc oder in denKatholirismus zurückfalle, muß wünschen, daß ihr vergönntseyn möchte, als eine solche Gesellschaft sich darzustclle» undanszusprrchen. Wie aber soll dieses geschehen können, wen»nicht die einzelnen und zerstrcuetcn Gemeinden durch Syno-den Gelegenheit erhalten, auf einem Pnncte sich zu ver-einigen, so daß, was die Einzelnen wünschen, als der Getsammklville der Gesellschaft sich kund macht?

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