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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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Männer, welche gegen die kirchliche Auctorität ihrerZeit sich empöreten und oft sehr unehrcrbictig von denHierarchen redeten, vor denen die Welt sich neigte?Aus diesem Grunde schon kann der Protestantismuskeinem Staate willkommen scyn. So lange er beste-het, wird auch daS Andenken an die Revolution,welche ihm sein Daseyn gab, erhalten; so lange man-hn billiget, wird auch die Bewegung, aus welcher echervorging, gut geheißen. Ist nicht jeder Lobspruch,durch den man den Muth der Reformatoren ehret, eineindirecte Rechtfertigung des Ungehorsames gegen diegesetzliche Macht, und des revolutionären Geistes, wel-cher dem Bestehenden und Geltenden widerstrebt?Wollte man aber auch sagen (so fahren die Anklägerfort), der Protestantismus sey nunmehr, nach einerdreyhundertjährigen Dauer, nach der öffentlichen An-erkennung von Seiten der Staatsgewalt und nach derEinführung von Symbolen und festen Verfassungen,selbst etwas Geltendes und Bestehendes geworden: sowird doch immer die Denkart, welche leicht in einenrevolutionären Geist ausartet, durch sein Princip be-günstigt. Erklärt er doch laut, daß jedes Indivi-duum, welches dazu fähig und geneigt sey, das Rechthabe, was ihm daS Wort der Lehrer verkündiget, selbstzu prüfen, und gründet die kirchliche Vereinigung nichtauf eine von Gott selbst eingesetzte geistliche Gewalt,sondern auf die freye Zustimmung der Gemeindegliedcr,durch welche allein das Symbol der Kirche seine Gel-tung und ihr Gesetz seine verbindende Kraft erhalte.Wie aber ist nicht diese Ansicht von dem Wesen derKirche mit der gefährlichen Lehre von dem Gesellschafks-vertrage als dem Grunde des Staates verwandt, oder