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1 (1859) Einleitung; Die Familie Schroffenstein; Penthesilea; Amphitryon
Entstehung
Seite
CXIX
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Einleitung.

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scheinlich, daß Sie dies thnn, da es keine Männer mehr ans Erdengiebt; allein. . .Ich werde es thun, fiel ihr Kleist in dasWort, ich bin ein Mann, der sein Wort hält!" In dein Motivwar cs noch der Kleist von 1801. Ein kalter Lebensüberdrußhatte sich seiner bemächtigt, und das Schicksal gab ihm die traurigeGelegenheit, eine That der Verzweiflung als Lösung einer Ehren-schuld sich auszumalcn.

Am Nachmittag des 20. November 1811 kam Kleist mit Hen-riette aus Berlin in einem Wagen am Krug ;nm Stimming an,am Ufer des Wansee's, eine Meile vor Potsdam. Sie waren an-scheinend sehr lustig, trieben allerlei Possen, und machten am andernNachmittag, nachdem sie einen Boten nach Berlin abgeschickt, einenSpaziergang am See. Man hörte zwei Schüsse fallen, und fand,als man hinznlief, beide todt: die Dame in einer liegenden Stellunghinten über gelehnt, den Oberrock von beiden Seiten aufgeschlagenund die Hände «ans der Brust zusammen gefaltet; die Kugel warin die linke Brust, durch das Herz und am linken Schulterblattwieder hinausgegangen. Kleist, in derselben Grube vor ihr kniecud,hatte sich eine Kugel durch den Mund in den Kopf geschossen. Beidewaren garnicht entstellt, sondern hatten eine heitre, zufriedne Miene.Gleich darauf kamen Kleist's Freund, der Kriegsrath Peguilhen, undVogel, Henriettens Gemahl, durch den Boten gerufen, dort an; manerbrach das Zimmer, in dem Kleist geschlafen, und fand ein versie-geltes Packet, und darin folgenden Brief an Adam Müllers Frau.

Der Himmel weiß, meine liebe, treffliche Freundin, was fürsonderbare Gefühle, halb wehmllthig, halb ausgelassen uns bewegen,in dieser Stunde, da unsre Seelen sich, wie zwei fröhliche Luftschiffen,über die Welt erheben, noch einmal an Sie zu schreiben. Wir wa-ren doch sonst, müssen Sie wissen, wohl entschlossen, bei unseren Be-kannten und Freunden keine Karten p. x. e. abzngebcn. Der Grundist wohl, weil wir in tausend glücklichen Augenblicken an Sie ge-