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1 (1859) Einleitung; Die Familie Schroffenstein; Penthesilea; Amphitryon
Entstehung
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Einleitung.

des blonden Eckbert ist; die Sünden des jungen Poeten sind auchdie scinigen. Man hat ihm häufig, auch noch in neuester Zeitnachgesprochen; wir erlauben uns aber die bestimmte Behauptung,daß jener Akt sich selbst wegwerfender Feigheit, in Gegenwart derGeliebten (wohl zu unterscheiden von dem Gefühl) bei einem Hel-den unmöglich ist; doppelt und dreifach unmöglich bei einem mär-kischen Edelmann, einem Officier jenes Heeres, das Kleist in so pracht-vollen Farben schildert! Wenn er möglich ist bei einem Nervenkrankenund Somnambulen, so gehören Nervenkranke und Somnambule nichtans die Bühne, die nur mit gesunden, zurechnungsfähigen Figurenzu thnn hat. Als Zeugen rufen wir die Frauen, rufen wir dieKursürstin und Natalie an: diesen Züngling, den sie so im Schmutzgesehn, kann das edle Mädchen nicht mehr lieben; von einem so er-niedrigten Helden darf der Fürst eine sittliche Aufrichtung des Rechtsnicht erwarten und nicht gelten lassen. Das Schlachtfeld ist kein Tum-melplatz für sehnsuchtskranke Gemüther. Das Uebermaß des kriege-rischen Feuers kann seine Entschuldigung finden, die leere Träumereieines verliebten Nachtwandlers nicht. Der Kurfürst wäre ein Bar-bar, wenn er ihn hinrichtcn ließe, aber wenn er ihm zum Vierten-mal die Führung der Reiterei anvertraute, dann wäre der Staatder Hohenzollern wirklich in Gefahr. Außerdem darf man miteinem Helden, den man am Schafsot vorbeisührt, keine Maskeradespielen. Dieser Verstoß ist zum Theil daraus zu erklären, daß disbeiden Tableaux zu Anfang und zu Ende des Stücks, die freilichvon dem bezauberndsten Duft der Poesie durchdrungen sind, die abermit ihrer romantischen Mondschcinsärbung in keiner Weise zu demernsten sittlichen Charakter, ja nicht einmal zum äußern Zusammen-hang Passen, der Phantasie des Dichters vorschwebten, ehe sich dereigentliche Plan in ihm festgesetzt hatte, und daß er sie nachher zulieb gewonnen, um sie zu opfern. Im Käthchen war es ebenso.

Auf dieses Stück hatte Kleist seine letzte Hoffnung gebaut; es