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1 (1859) Einleitung; Die Familie Schroffenstein; Penthesilea; Amphitryon
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Einleitung.

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wurde vorgelegt und mißfiel; vielleicht wegen jener höchst un-militärischen Scene, die noch lange darauf die Aufführung des Stücksin Berlin hintcrtriebcn hat; vielleicht auch weil ihm der Staats-kanzler wegen seiner engen Verbindung mit Adam Müller, dem Sach-walter der Junkerpartci, abgeneigt war. Dieser hatte zuletzt in Preu-ßen allen Boden verloren, und ging im Mai 1811 nach Wien; vonder Einsamkeit, in welcher Kleist seitdem lebte, giebt ein Brief Kunde.Das Leben, das ich seit Müller's Abreise führe, ist gar zu öde undtraurig! Auch bin ich mit den zwei oder drei Häusern, die ich hierbesuchte, seit der letzten Zeit ein wenig außer Verbindung gekom-men, und fast täglich zu Hanse, vom Morgen bis auf den Abend,ohne auch nur einen Menschen zu sehen, der mir sagte wie cS inder Welt steht. Sie helfen sich mit Ihrer Einbildung und rufensich aus allen vier Weltgegcndcn was Ihnen lieb und Werth ist inIhr Zimmer herbei. Aber diesen Trost muß ich unbegreiflich un-seliger Mensch entbehren. Wirklich in einem so besondern Fall istnoch vielleicht kein Dichter gewesen. So geschäftig dem weißen Pa-pier gegenüber meine Einbildung ist, und so bestimmt in Umriß undFarbe die Gestalten find, die sie alsdann hcrvorbringt, so schwer, jaordentlich schmerzhaft ist es mir, mir das, was wirklich ist, vorzn-stellen. Es ist als ob diese in allen Bedingungen angeordnete Be-stimmtheit meiner Phantasie im Augenblick der Thätigkeit selbst Fesselnanlegte. Ich kann, von zu vielen Formen verwirrt, zu keiner Klar-heit der innerlichen Anschauung kommen. Der Gegenstand, fühleich unaufhörlich, ist kein Gegenstand der Einbildung, mit meinenSinnen in der wahrhaftigen lebendigen Gegenwart möchte ich ihndurchdrungen und begreifen. Jemand, der anders hierüber denkt,kommt mir ganz unverständlich vor; er muß Erfahrungen gewonnenhaben ganz abweichend von denen, die ich darüber geinacht. DasLeben mit seinen zudringlichen immer wiederkehrenden Ansprüchenreißt zwei Gemüther schon in dein Augenblick der Berührung so viel-

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