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1 (1859) Einleitung; Die Familie Schroffenstein; Penthesilea; Amphitryon
Entstehung
Seite
CXIII
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Einleitung.

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liebte, auch das Ungeheure und Gräßliche nicht zu verhüllen, hathier als echter Dichter, ohne uns durch Fingerzeige und Reflexionenden innerlichen Zusammenhang zu erklären, die Sache für sich selbstreden lassen. Unter so vielen hergebrachten Angewöhnungen der Btth-nenwelt ist auch die, daß die Todesfurcht unter keiner Bedingungin ihrer ganzen Gräßlichkeit in edlen Gemüthern erwachen darf.Kleist aber, der ohne Zweifel das Leben nicht zu hoch achtete oderden Tod feige fürchtete, läßt seinen Helden, von diesem Schreckenergriffen nnd vernichtet, in Gegenwart seiner Geliebten, auf die erzugleich unedel verzichtet, wie ein Sklave um sein Leben betteln.Derselbe wilde Traum, der ihn in seinem Wahn über Alexander nndCäsar erhob, wirft ihn nun, da seine Zauber brechen, nntcr dengemeinsten Knecht hinab. Dies erschüttert, vernichtet Natalie mitihm, nnd so in dem Gefühl von der Armseligkeit des Herrlichstentritt sie knieend vor ihren Oheim, um für den zu bitten, der vorKurzem noch das Ideal ihrer Phantasie war, und von dem nunaller Schmuck der Menschheit so abgefallcn ist, daß er nichts mehrals nur das nackte Leben des Thiers mit seinen Wünschen noch um-fassen kann. Diese Scene ist wahrhaft erschütternd, denn wir be-weinen in ihr das Loos der Menschheit selbst. Der Fürst sagt ihmGnade zu, Natalie selbst überbringt ihm den Brief, nnd durch die-sen erst erwacht der Prinz nnd findet sich, die Welt und Wahrheitwieder. Der Wahn verläßt ihn, nnd er reift am Gefühl deS Rechtsschnell zum Mann und Helden, da er vorher auch in seiner Tapfer-keit nur Tranmgestalt war ... da« Ganze schließt nach der großenErschütterung lieblich und wundersam, wie es begonnen hatte."

Die Darstellung ist richtig, bis auf einen entscheidendenPunkt. Der Prinz erwacht nicht; seine Begierde, für das Gesetzzu sterben, ist eine neue Exaltation, ein neuer Rausch; er endet alsNachtwandler, wie er als Nachtwandler begonnen. Man erinneresich, daß jener Kritiker zugleich der Dichter dcö William Lovell nndH. k. Klcist's Werke. I. Bd. h