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reu des alten Talents, aber keine erhebt sich ;nr Höhe der drei frü-heren. — Die Darstellung des NcgcranfrnhrS in der Verlobungvon St. Domingo ergreift wieder die Einbildungskraft mit gro-ßer Macht; der Kern der Erzählung, der Augenblick, wo Tonyin den Umarmungen des Fremden eine neue Seele findet, ist vontiefer Poesie; der Eindruck des Ganzen ist aber widerwärtig. Th.Körner bearbeitete im folgenden Jahr den Stofs dramatisch. —Eine merkwürdige Verirrung ist der Zweikampf, wieder eine Cri-minalgcschichte. Das Motiv der GesühlSvcrwirrnng liegt darin, daßin einem gerichtlichen Zweikampf das Gottcsurthcil unklar ausfällt,wie auch das Gewissen der Parteien nicht deutlich spricht, so daß ineinem Augenblick der Raserei die Unschuldige sich selbst vom Gefühlder Schuld erdrückt glaubt. Derselbe Confliet ist in der Marquisevon O. viel zarter; der Begriff des GottcsnrtheilS ist uns fremd,und daß zuletzt eine galante Krankheit die Rechtfertigung Gottesübernehmen muß, streift an's Absurde. — Das Bettelweib vonLocarno ist eine Gespenstergeschichte ohne Pointe, die wohlverdienthätte, in Ticck'ö Phautasus ausgenommen zu werden. — Der Find-ling treibt das Problem des KohlhaaS ans die Spitze; in dieserNovelle ist kein gesunder Zug, der AnSgang ist gräßlich; wie mußeö in der Seele ansgcsehn haben, der solche Bilder vorschwebtcn! —Die heilige Cäcilie führt n»S in die Mysterien des Irrenhauses;daß noch ein katholischer Hautgout hinzukommt, hat vielleicht Tieckbestimmt, dieser Mißgeburt das Prädicat der Schönheit zu geben. —Freilich fühlt man noch immer die dämonische Kraft des Dichters,namentlich wenn man die spätem Spukgeschichten HofsmannS da-neben stellt; aber man wird dieser Kraft nicht froh.
Seine Familie hatte in ihm die Hoffnung erregt, durch die Dich-tung eines vaterländischen Stücks eine öffentliche Unterstützung zuverdienen. Er ergriff den Gedanken mit Begeisterung und schriebsein schönstes Werk, den Prinzen von Homburg. Es ist das