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1 (1859) Einleitung; Die Familie Schroffenstein; Penthesilea; Amphitryon
Entstehung
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CIII
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Einleitung.

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Das tiefste Mitgefühl ergreift uns, wenn wir das letzte Liedlesen; hier strömt die Qual eines vollen Herzens uns entgegen, dasin dem allgemeinen Untergang auch das Götterlind der Poesie er-blassen sieht; noch einmal

rauscht der Sänger in dle Saiten,

Der Töne ganze Macht leckt er hervor,

Er singt die Lust, für'S Vaterland zu streiten

Und machtlos schlägt sein Ruf an jede» Ohr!

Und wie er flatternd dar Panier der ZeltenSich näher Pflanzen sieht, von Thor zu Thor,

Schließt er sei» Lied; er wünscht mit ihm zu enden,

Und legt die Leier thränend aus den Händen,

Die Stimmung war nicht nur tief gefühlt, sie entsprach auchder Wahrheit; zwar dichtete er fort, aber im Ganzen ohne Hoffnung.1810 gab er ein BändchenErzählungen" heraus; es enthält au-ßer dem Kohlhaas und der Marquise von O.das Erdbeben inChili," jenen älteren völlig ebenbürtig, ja in Bezug auf die Kunst-form vollendeter. Die kleine Novelle schildert wieder den Cvnflictder gesetzlosen Liebe mit den Sitten und Vorurtheilen der Welt;ein wildes glühende« Gemälde der tropischen Natur, in den ruhigenScenen von einem unnennbar zarten Schmelz der Poesie. Der tra-gische Eindruck liegt darin, daß der Dämon des menschlichen Fana-tismus viel entsetzlicher ist als der Dämon, welcher die Erde erschüt-tert, weil er ihn überdauert. Und man erlebt ihn innerlich mit,voll Entsetzen, aber nicht ohne Nerständniß. Die Farben sind voneiner wunderbaren Kraft, das Leidenschaftliche tritt mit dem Ahnungs-vollen gleich kräftig hervor. Es ist doch eine ganz andere Tragikin diesem Bild als in Tieck'sLiebeszauber" oderPokal," jenenwüsten Ausflüssen einer Fieberphantasie, die in demselben Jahr ge-dichtet und demPhantasuS" einverlcibt wurden.

Auf's neue versuchte er es in Gemeinschaft mit Adam Mül-ler mit einem Journal: er gründete dieBerliner Abendblätter."