Einleitung.
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v. Knesebeck, denselben der hernach zn den höchsten militärischenWurden stieg. Knesebeck war damals mit geheimen Unterhandlungenseines Hofes betraut, die durch den Erzherzog Karl von Oestreich gin-gen, die aber von Anfang her keinen Erfolg versprachen. Die Nicht-Oestreicher fanden sich damals leicht zusammen und so pflegten wirziemlich zahlreich zusammen zu frühstücken. Das führte zu einemeigenthümlichen Ereigniß. Eines Tages hatte ich ans einem Spazier-gange mit Kleist mir ein Paar Pistolen gekauft; weil noch etwasdaran zn repariren war, wurden sie erst Abends bei Lichte überbracht.Sogleich machte sich Kleist darüber her und fing an zu laden. Ver-gebens rief ich ihm zn: „Lassen Sie das lieber Kleist, ich bedarfjetzt keiner geladenen Pistolen und wir haben im überfüllten Gast-hofe nicht einmal einen Verschluß dafür." Aber Kleist war nichtder Mann, der sich so leicht in Güte von etwas abhalten ließ; diegeladenen Pistolen blieben die Nacht im Gesellschaftszimmer liegen.Am nächsten Morgen wie wir gerade beim Frühstücke sind, ergreiftein junger Officier, der dem Obristcn v. Knesebeck beigegeben war,das eine Pistol, spannt den Hahn und drückt ab; die Kugel gingmir gerade an der Schläfe vorbei. Der bestürzte Officier wandtesich zn mir: „Gottlob, Sie sind unverletzt." Da rief KnesebecksStimme plötzlich dazwischen: „Aber GottS Donnerwetter ich habees gekriegt." Die Kugel haftete ihm in der Schulter und der gleichhcrbeigernfenc Chirurg vermochte sie nicht heransznbringcn. Knese-beck war sonst politisch nicht so recht unser Mann, aber bei diesemVorgänge benahm er sich durchaus in edler Weise. Da zufällig eineWäscherin sich im Zimmer befand, so war die aufgeregte Behördeleicht überzeugt, daß hier von keinem Duell die Rede gewesen, undwir vernrtheiltcn uns selbst in eine Polizeistrafe.
Kleist und ich trieben damals eifrig das Kriegsspiel, welchesgerade durch den auch in nnserm Kreise verkehrenden HauptmannPfuel, jetzigen Generallientcnant und Staatsminister a. D. sehrH. v. Klcist's Werke. I. Bd. g