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1 (1859) Einleitung; Die Familie Schroffenstein; Penthesilea; Amphitryon
Entstehung
Seite
LXXXIX
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Einleitung.

I.XXXIX

sein:Alles wirst der Mensch in eine Pfütze, mir kein Gefühl!"Nur war es nicht geschickt, diese Gefühlsverwirrnng, die eigentlichans den Helden berechnet war, in eine physiognomielose Nebenfigurzu verlegen. Daß aber ;nm Schluß der Graf mit beiden FrauenKomödie spielt, beide in einem Fcstanfzng durch Verwechselung derRollen unschön dcmüthigt, würde unbegreiflich sein, wenn man nichtdeutlich sähe, daß diese letzte Theatersccne der Phantasie des Dichtersam Anfang vorschwcbte; er wußte sie dann nicht gehörig zu mo-tiviren. Die Mosaikarbeit vcrräth außerdcin die berühmteFeuer-probe," an sich ein Bild vom ersten Range; am deutlichsten dieäußerst liebliche aber befremdende Scene, in welcher der Ritter, umsein eignes Gefühl zu entwirren, dem schlafenden Käthchen die Ge-heimnisse seines Lebens entlockt. An diese vom romantischen Däm-merlicht der Geisterwelt halb erleuchtete Situation krystallisirte sichdann alles übrige. DieAnsichten von der Nachtseite der Natur-wissenschaft" hatten ihn lebhaft beschäftigt, aber bei seiner plastischenTriebkraft beschränkte er sich nicht darauf, das Hinciuspielen der über-irdischen Welt dunkel anzndcutcn, er malt es wie einen Gegenstandder realen Welt bis zur grellsten Anschaulichkeit ans. Ein Netz ge-heimer übernatürlicher Beziehungen schlingt sich um die beiden Lieben-den. Ein Engel hat früher den Geist des fieberkranken Grafen sicht-lich vor das Bett des Bürgermädchens geführt und sic ihm als seinezukünftige Braut und die Tochter seines Kaisers vorgestcllt. Der-selbe Engel breitet später schirmend seine Hand über sie, als einbrennendes Dach über ihr znsammenstürzt. Solche ungewöhnlicheDinge können nur dadurch gerechtfertigt werden, daß es sich umeinen ernsten und großen Gegenstand handelt. Warum aber hierdie Vorsehung sich zu so unerhörte» Mitteln anstrengt, bleibt unsverborgen, denn der komödienhafte Ansgang, daß Käthchen ein Kindder Liebe ist, kann die Würde Gottes und der Tragödie nicht ret-ten. Noch dazu wirken die Mittel der Vorsehung sehr einseitig, da