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1 (1859) Einleitung; Die Familie Schroffenstein; Penthesilea; Amphitryon
Entstehung
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Einleitung.

Wohllaut, Phantasie, Ueppigkeit u. s. w. bezaubern könnte, daß eralle diese lockern Künste und den Beifall der Zeitgenossen, welcherunmittelbar an sie geknüpft ist, verschmäht, daß er für jene nngroß-müthige Ruhe, für die flache Annehmlichkeit keinen Sinn, keinenAusdruck zu haben scheint, und viel lieber im Bewußtsein seinerschönen Heilkräfte Wunden schlägt, um nur das Herz der Kunst undder Menschheit ja nicht zu verfehlen."Weder die antike nochdie christliche Poesie des Mittelalters hat ihn befangen. Sie wer-den in der Penthesilea wahrnchmen, wie er den antiken Schein vor-sätzlich bei Seite wirft, um, wenn auch in allem andern, doch nichtdarin verkannt zu werden, daß von keinem Affectiren der Griechheitdie Rede sei. Ich nun habe oft darüber geklagt, daß sein Gemüthallzu antik sei, daß die moderne Poesie in ihrer allegorischen Füllezu wenig über ihn vermöge, und so war seine Legende (der Engelam Grabe des Herrn) eine freundschaftliche Rücksicht auf meine Nei-gung und meine Wünsche für ihn. Aber auch dort offenbart sichüberall das antike, die Gestaltung über die Antike weit erhebendeGemüth. Hierauf ist zwischen mir und Kleist eine nähere Verstän-digung erfolgt, und ich fühle jetzt, wie seine Werke jene antike Be-stimmtheit auch nur an sich tragen, um der Reaction willen, zuwelcher die Zeit ihn aufruft, um der neuen Aufklärung willen, dienun im Phöbus dem Zeitalter geboten werden soll, welches sich nurallzu sehr, durch Unglück bestärkt, zu einer falschen Mystik hinüber-ncigt." Gentz, der damals über Müller, Rühle und die andernPhilosophen desGegensatzes" sehr verdrießlich war, weil er sie imVerdacht hatte, mit Napoleon zu buhlen, sprach sich verstimmt auS,worauf Müller (14. März) entgegncte:Flach finden Sie diese -

Marquise von O.? und ich könnte lange nach Worten suchen,um dieses ganz unbegreifliche Urtheil zu bezeichnen. Kleist kann esnicht weiter afficiren, da Stil und Leben dieses Dichters, und seinunerbittlicher Muth, und seine vielleicht noch allzuschroffe Erhaben-