Einleitung.
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heit keinem Blinden noch Geblendeten oerborgen bleiben können. Alsovermochte die moralische Hoheit dieser Geschichte nichts über Sie, derSic doch auch das Leben von keiner flachen Seite kennen gelernt,und durch die Apostasie vom Buchstaben der Moral hindurchgedrun-gen sind zur Erkcnntniß der himmlischen Mächte, welche nur durchein gewaltiges, vom Vatcrhause forttreibendes Schicksal, oder durchSchuld und Verbrechen entbunden werden! . . . Aber nicht bloSwegen der königlichen Wahrheit dieser Geschichte, sondern wegen derunvergleichlichen Kunst in der Darstellung habe ich darauf gedrun-gen, daß schon das zweite Heft damit geschmückt, und meine klei-nen Arbeiten durch seine Gesellschaft erhoben werden sollen." „Wasdie Zeitgenossen darüber denken, ist gleichgültig! Alles recht Göttlichemuß wohl dreißig und mehr Jahre in irdischer Umgebung so fort-treiben, das lehrt die Weltgeschichte, die Bibel, und wirb auch dasSchicksal der Werke lehren, welche der Phöbus verbreitet. Vielleichtsind sie etwas zu frühzeitig, und das wäre ihr einziger schöner Vor-wurf." — Leider findet sich nur noch eine Aeußcrung von Gcntz,2. Juni: „Ich habe einen Brief von Kleist erhalten, der mich an sovielen Seiten zugleich packt, daß ich lügen und heucheln würde, lie-ber als gefühllos zu scheinen. Ich habe eS aber Gottlob nicht nö-thig. Das: Heil dir! war kein Hexcngeschrei; meine Idee von derGröße und Fülle des Kleistfichen Talents ist ganz dieselbe geblieben;uicht erst im Guiskard, auch schon in der — mir ewig verhaßten —Penthesilea fand ich sie wieder! Was liegt denn daran, daß ein sol-cher Dichter ein Paar falsche Griffe thue? er bleibt sich und seinerNation gewiß. — Ich werde,, obgleich innerlich beschämt über denviel zu großen Werth, den er auf mein Urtheil legt, mich in kurzeinunmittelbar gegen ihn erklären." —
Das Januarheft des Phöbus enthält außer einigen Abhandlun-gen Müllers über dramatische Poesie, über Frau von Stasl u. s. w.von Kleist einen poetischen Prolog und Epilog, ein Gedicht: „der