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Einleitung.
der Bürger, noch Schiller, noch Goethe, noch Schlegel in ihrenUebersetzungen französischer oder englischer Theaterwerke jemals er-reichten. Denn zugleich so Meliere und so deutsch zu sein ist wirk-lich etwas wundervolles. Was soll ich nun aber von den Theilendes Gedichts sagen, wo Kleist hoch über Moliere thront! WelcheScene, die, wo Jupiter der Alkmeue das halbe Geheimnis; enthüllt!Und welche erhabene Entwickelung! — Wie unendlich viel edler undzarter und schöner sind selbst mehrere der Stellen, wo er im Gan-zen dem Gange des Franzosen gefolgt ist, z. B. das erste Gesprächzwischen Amphitryon und seiner Gemahlin! Und welche vis oomioa.in den eigenthümlichen Zügen, womit er den Charakter des Sofiasnoch auSgestattet hat! — In Moliere ist das Stück bei allen sei-nen einzelnen Schönheiten und dem großen Interesse der Fabel (dieihm so wenig augchört als Kleist), am Ende doch nichts als einePosse. Hier aber verklärt es sich in ein wirklich Shakspcare'schesLustspiel, und wird komisch und erhaben zugleich. Es war gewißkeine gemeine Aufgabe, den Gott der Götter in einer so mißlichenund zweideutigen Lage wie er hier erscheint immer noch groß undmajestätisch zu halten; nur ein außerordentliches Genie konnte dieseAufgabe niit solchem Erfolg lösen. — Die Sprache ist durchausdes ersten Dichters würdig; wenn Sie nicht von Makeln gesprochenhätten, würde mir kaum eine aufgestoßen sein, diesen Stil nenneauch ich classisch." „Nun sagen Sie mir doch vor allen Dingen,worüber Sie wahrlich nicht ganz hätten schweigen solle»: wer istdenn dieser Kleist? Woher kennen Sie ihn? Warum hörte ich nieseinen Namen? Wie kommen Sie zu seinen Manuscripten, und wiekommt er zum Schlöffe Joux?" — „Mit großer Freude, erwiedertMüller, der leider auf jene Fragen die Auskunft schuldig bleibt,25. Mai, sehe ich, daß der Amphitryon Ihnen so gut gefallen hat.Hartmann hat ein großes herrliches Bild gemalt, die drei Marienam Grabe, welches zugleich mit dem Amphitryon mir eine neue