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1 (1859) Einleitung; Die Familie Schroffenstein; Penthesilea; Amphitryon
Entstehung
Seite
LXVII
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Einleitung.

L.XVN

klinft Deutschlands" geschrieben, Balladen gedichtet und humoristischeAbhandlungen veröffentlicht; Schubert hielt Vorlesungen über „dieNachtseite der Naturwissenschaften," d. h. die Geisterwelt, den Ma-gnetismus und die Metamorphosen der Pflanzen und Thiere. Indiese Periode der Gährung fiel Kl ei st's Amphitryvn, den Mül-ler mit einer begeistert mystischen Vorrede sofort drucken ließ, wieein elektrischer Funke. — Am 9. Mai 1807 schreibt Müller an sei-nen Freund Gentz in Prag: „Ich sende Ihnen die von mir her-ausgegebene dramatische Arbeit eines jungen Dichters, der vielleichtBesseres und Höheres als irgend ein anderer verspricht. Die Lec-türe des zweiten Acts des Amphitryon wird Sie bewegen, meinUrtheil zn unterschreiben. Die äußere Nngeschliffenheit der Versewegzuschaffen, hielt ich nicht für meinen Berns, um so weniger, alsich den innern Rhythmus dieses Gedichts zn verletzen für ein Ver-brechen gegen die poetische Majestät dieses großen Talents gehaltenhaben würde. Wäre der Verfasser nicht gegenwärtig im SchlosseJonx als Arrestant der Nachfolger Toussaints, so würde, was SieNachlässigkeit in der Sprache und im Versbau nennen mögen, wahr-scheinlich daran nicht anszusetzen sein. Ich besitze mehrere Ma-nuscripte dieses Autors, die zn gelegener Zeit erscheinen sollen." —Zugleich berichtet er über seine eignen ästhetischen Vorlesungen undseine projectirte „ckivlim comeäla," das dramatische Gedicht Ju-lian der Abtrünnige. — Gentz antwortet aus Prag, 16. Mai:„Das Kleist'sche Lustspiel hat mir die angenehmsten, und ich kannwohl sagen, die einzigen rein angenehmen Stunden geschaffen, dieich seit mehreren Jahren irgend einem Product der deutschen Lite-ratur verdankte. Mit uneingeschränkter Befriedigung, mit unbe-dingter Bewunderung habe ich es gelesen, wieder gelesen, mitMolidre verglichen und dann auf's Nene in seiner ganzen herrlichenOriginalität genossen. Selbst da, wo dieses Stück nur Nachbildungist, steigt es zn einer Vollkommenheit, die nach meinem Gefühl we-

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