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Einleitung.
verweigerst, werde ich darum an deiner Liebe nicht zweifeln. In-dessen, liebes Mädchen, weist ich fast keinen andern Ausweg. Ichhabe mit Ulriken häufig meine Lage und die Zukunft Überlegt, unddas Mädchen that alles Mögliche, mich, wie sie es nennt, auf denrechten Weg znrückznführcn. Aber das ist das Uebcl, daß jeder sei-nen Weg für den rechten hält.... Mein Plan ist, den Winter nochin dieser traurigen Stadt znzubringen, auf das Frühjahr nach derSchweiz zu reifen und mir ein Oertchen auSznfnchen, wo es dirund mir und unfern Kindern einst Wohlgefallen könnte." — Aberimmer heftiger treibt ihn die Unruhe; schon den 27. Octobcr schreibter wieder: „Ich habe überlegt, dast cs sowohl meines Vermögensals der Zeit wegen nothwendig sei, mit der Ausführung meinesPlans zu eilen, klebrigen? fesselt mich Paris durch garnichts, undich werde daher noch vor dem Winter nach der Schweiz reisen, umden Winter selbst zu Erkundigungen und Anstalten zu nutzen. Seinicht unruhig. Deine Einstimmung ist ein Hanpterfordcrniß. Ichwerde nichts Entscheidendes unternehmen, bis ich Nachricht von direrhalten habe. Auch wenn aus der Anssnhrung dieses Plans nichtswerde» sollte, ist cS mir doch lieb, ans dieser Stabt zu kommen,von der ich fast sagen möchte, dast sic mir ekelhaft ist. Schreibemir also sogleich nach Bern. ... Mit Ulriken hat es große Kämpfegekostet. Sie hält die Ausführung meines Plans nicht für möglich,und glaubt nicht einmal, daß cs mich glücklich machen wird. . . .Sie geht also nach Frankfurt zurück, ich begleite sie bis Frankfurt a.M.Dies alles mußt du ans das Sorgfältigste verschweigen."
Wilhclmine die wohl einsehcn mochte, daß dem neuen Plankein anderes Motiv zu Grunde lag als dem alten, entdeckte ihn ih-ren Eltern, die darüber ein sehr ungünstiges Urtheil fällten, und thatihm dies so schonend als möglich zu wissen. Die Folge war, daßKleist siins Monate ganz gegen sie schwieg und ihr zuletzt nur nocheinen kurzen Brief schrieb (April 1802?), in welchem er sich bitter