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1 (1859) Einleitung; Die Familie Schroffenstein; Penthesilea; Amphitryon
Entstehung
Seite
XXXIII
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Einleitung.

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mich wegen dieser Abhängigkeit vom Urtheil Anderer schwach nen-nen, nnd ich muß dir darin Recht geben, so unerträglich nur dasGefühl auch ist. Ich selbst freilich habe durch einige seltsame Schrittedie Erwartung der Menschen gereizt. Und was soll ich nun ant-worten, wenn sie die Erfüllung von mir fordern? Und warum sollich gerade ihre Erwartung erfüllen? Es ist mir zur Last. — Esmag wahr sein, daß ich eine Art von verunglücktem Genie bin,wenn auch nicht in ihrem Sinne verunglückt, doch in dem meinen.— Ohne ein Amt in meinem Vatcrlande zu leben, könnte ich jetztschon wegen meiner VermögensnmstLnde fast nicht inehr.... Bücherschreiben für Geld? — nichts davon. Ich habe mir, da ich unterden Menschen dieser Stadt so wenig für inein Bedürfnis; finde, ineinsamer Stunde, denn ich gehe wenig ans, ein Ideal ausgearbeitct.Aber ich begreife nicht, wie ein Dichter das Kind seiner Liebe einemso rohen Haufen, wie die Menschen sind, überliefern kann.... EinAusweg bleibt mir übrig, zu dem mich zugleich Neigung und Noth-wcndigkeit führen. Weißt du, was die Alten thnn, wenn sie fünf-zig Jahre lang um Reichthümer nnd Ehrcnstcllen gebuhlt haben?Sie lassen sich ans einem Hecrd nieder und bebauen ein Feld. Dann,nnd dann erst nennen sie sich weise! Sage mir, könnte man nichtklüger sein, und früher dahin gehn, wohin man am Ende doch soll?. . . Ich habe noch etwas Vermögen, doch wird es hinreichen, miretwa in der Schweiz einen Bauerhof zu kaufen, der mich ernährenkann, wenn ich selbst arbeite. Ich habe dir das so trocken hinge-schrieben, weil ich dich durch deine Phantasie nicht bestechen wollte.Ich will im eigentlichen Verstand ein Bauer werden. — Was meineFamilie und die Welt dagegen einwenden möchte, wird mich nichtirre führen. Meine Vernunft will es so, und das ist genug. . . .Ich fühle, daß es unbescheiden ist, ein solches Opfer von dir zu ver-langen. Aber wenn du mir selbst es bringen könntest! .... Ichhabe kein Recht ans solche Aufopferungen, nnd wenn du diese mirH. v. Kleists Werke. I. Bd. c