XXXII
Einleitung.
wirken könne, Andern das Leben geben, damit sic es wieder somachen und die Gattung erhalten werde — nnd dann sterben: —dem hat der Himmel ein Geheimnis; eröfsnet, der das thut nnd wei-ter nichts.Ich werde das immer deutlicher einschn, immer
lebhafter fühlen lernen, bis Vernunft nnd Herz mit aller Gewaltmeiner Seele einen Entschluß bewirken. Sei ruhig bis dahin.Ich bedarf Zeit, denn ich bedarf Gewißheit nnd Sicherheit in derSeele zu dem Schritt, der die ganze Zukunft bestimmen soll. Ichwill mich nicht mehr übereilen. Thne ich es noch einmal, soist es das letzte Mal! denn ich verachte alsdann entwe-der meine Seele oder die Erde, und trenne sie. Aber seiruhig ich werde mich nicht übereilen.. . . Erlasse es mir, mich deut-licher zu erklären. Ich bin noch nicht bestimmt, nnd ein geschrie-benes Wort ist ewig." — Die Erklärung erfolgt den 10. Octo-Ler 1801. „Es liegt eine Schuld ans dem Menschen, die, wie eineEhrenschuld, jeden, der Ehrgefühl hat, unaufhörlich mahnt: etwasGutes zu thuu! Ich glaube fast, daß dieses Bedürfnis; bis jetzt im-mer meiner Trauer dunkel zum Grunde lag, und daß ich mich jetztseiner blos deutlich bewußt worden bin. ... Ich fühle mich ganzunfähig, mich in irgend ein convcntionclles Verhältnis; zu passen.Ich finde viele der menschlichen Einrichtungen so wenig meinemSinne gemäß, daß cs mir unmöglich wäre, zu ihrer Erhaltung oderAusbildung mitzuwirken. Dabei wüßte ich doch oft nichts besseresan ihre Stelle zu setzen. . .. Dazu kommt, daß mir auch, vielleichtdurch meine eigne Schuld, die Möglichkeit, eine neue Laufbahn inmeinem Vatcrlande zu betreten, genommen'ist. Wenigstens würdeich kaum ohne Erniedrigung, nachdem ich zweimal Ehrcnstellcn anS-geschlagen habe, wieder selbst darum anhalten können.. .. Die Wis-senschaften habe ich ganz anfgcgeben. .. . llntcr diesen Umständen inmein Vaterland znrückznkehren, kann unmöglich rathsam sein. Jawenn ich mich über alle Urtheilc hinwcgsetzen könnte... . Du wirst