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Einleitung.
an, glaubte aber, daß sie ihn wegen der großen Schnelligkeit oderaußerordentlichen Kosten nicht annchmen würde. Man sagte mir,daß, wenn ich allein auf der Post reifete, ich mit meiner Stu-denten-Matrikel wohl durchkoimncn würde, in Gesellschaft meinerSchwester aber und eines Bedienten müßte ich durchaus einen Paßhaben. Pässe waren aber nicht anders zu bekommen als bei demMinister der auswärtigen Angelegenheiten, und bei diesem nicht an-ders, als wenn man einen hinreichenden Zweck zur Reise angebenkann. Welchen Zweck sollte ich nun angebcn? den wahren? konnteich das? einen falschen? durfte ich das? — Ich wußte garnicht^was ich thun sollte. Ich war schon im Begriff, Ulrike die ganzeReise abzuschreiben, als ich einen Brief bekam, daß sie in drei Ta-gen hier eintrefsen würde. Biellcicht, dachte ich, läßt sie sich miteiner kleinern Reise begnügen, und war schon halb und halb Wil-lens, ihr dies vorznschlagcn. Aber Carl hatte soviel von meiner Reisenach Paris erzählt, und ich selbst war auch damit nicht ganz ver-schwiegen gewesen, so daß die Leute schon anfingcn, mir Aufträgezu geben. Sollte ich nun meinen Entschluß aus einmal wie einWetterhahn drehen? Wir dünken uns frei, und der Zufall führtuns allgewaltig an tausend feingesponncnm Fäden fort . . . kannman nicht in Lagen kommen, wo man selbst mit dem besten Willenetwas thun muß, das nicht ganz recht ist? Wenn ich nicht reiste,hatte ich da nicht Ulrike angeführt? und wenn ich reiste, und Pässehaben mußte, mußte ich da nicht etwas Unwahres zum Zweck an-geben? — Ich gab denjenigen Zweck an, der wenigstens nicht ganzunwahr ist, auf der Reise zu lernen, welches eigentlich in meinemSinne ganz wahr ist, oder in Paris zu stndircn, und zwar Mathematikund Naturwissenschaften. — Ich studiren! in dieser Stimmung! —Doch es mußte so sein. — Der Minister und alle Professoren undBekannte wünschten mir Glück, am Hose wird es ohne Zweifel be-kannt — soll ich nun zurückkchren über den Rhein, sowie ich hin-