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3 (1853)
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©«tritt DcS Äunftdfarafterö ber «eueren Seit.

9tad)etS imb SaurembergS Stüde, weit mehrere berbe 3üge gekauftftnb; ©rpphiuS ift fpißet unb geißetnber als 9tad)el, aber nicht fo au*fd)au(id) «ab gutmütig fjuntoriftifd) wie Sauremberg. 2)aS zweite f)ait=beit »on uttbanfbaren unb falfdjett greuttben unb tft fürs unb gering.3)aS ©ritte tft eine S'piftel beS Sapitäu tKobomont Sd)Wetmer an bieSdjötifte unb ©»elfte bet 2ßelt. £>iefett Sfjarafter, ben capitan spa-vento ber Italiener, ben eifeitfrefferifdjen 35ott Duirote befjanbelt bie3eit, wie wir fefjon oben fat;eit, oft unb treffenb; @n)pf)iuS »erfpottetif)tt hier itt einem gehobneren Stile, als bramatifd) in beut «fpotribilt*feribrifar, »ott beut wir fpäter hören. 9BaS 9lad)elS Satiren betrifft, fowirb fte nur ber ben Saurembergfd)cu »orjtehcn, ber Siegetmäfjigfcit unbReinheit oor 9?atur, SLöa^rfjeit unb llnflätigfeit fd)d(jt. 2)er 3)id)terführt ftd) fetbft als einen Dpiljiauet ein, er tft ber genaue greuitb £fd)er=nittgS, er fetjieibt hod)bcutfd) in Sllerattbtinern, fud)t einen 9htl)m itt2ßortfd)öpfungen, gel)t auf bie alten SRufier jutitd, WaS SUleS beutttteberbeutfdjen Satirifer itid)t entfiel. 2)te 4. »on 9lad)etS Satiren»on ber ^inberäud)t ift nad) 3u»eitatS 14., bie 5. »om ©ebete and ber4. beS fßerfiuS überfegt obwohl mit alter Freiheit, weit ja ber Satiriferitid)t erft DiotnS Safter 31t entlehnen brauchte. 3n btefett Umfd)retbungeitunb erborgten Stoffen aber ftttbeit wir nicht SaurembergS bewegtidjeSebenbigfeit wieber. ®?an »ergteid)e and ber 6. Satire (@ut unb S5öfe),bie jwar fauiit aus ^iweitalS 10. entlehnt heißen faittt, baS was überfran3Öftfd)e S)lobefud)t gefagt wirb, mit Saurentberg: bet biefent ift attcSbitbtid) unb aufd)oulid), was fd er ötoS »eiftaitbig berichtet tft; bort iftein ©emälbe ber $h or fy e ^ en ' h* er e ' u Hoheit über bie ©emalbe ber2Birflid)feit; waS bort mit behaglicher unb fted)eitber Saune gerüeft unbgeftellt wirb, btS bie SBitfmtg beS Säd)erlid)en erreidjt ift, wirb hiermehr mit gerabettt eilcnbent ©tfer gefdjoltcn; unb eS ift überhaupt uidjtSautembergS geftntbe unb ntilbere 91nftd)t ber meitfd)ltd)eit 2)inge beibem eifernbett 9tad)el ju fittbett, ber über bett ÜJJifbrauch ber ©eiehr*famfeit jürnenb baS Ätttb mit bent 23abe auSfchüttet, wenn er nid)tallein über bett SfepticiSmuS beS Suciait, fottbertt and) über bie SSerebt*famfeit beS SetnoftheneS unb SttlliuS SBef) ruft. S3et Saurentberg ftel)tman gattj itt ber 3eit unb ©egenwart, wo bie Stelle ber Satire tft,9iad)el, ber jwar feine 2d)orheit, aber bod) bie $Dtenfd)cn ju fd)otteit als©ntubfag auSfprid)t, Wirb allgemeiner, uttb feine Satiren nehmen ftd)Daher lehrhafter auS; fte »erhalten ftd) oft jtt SaureutbergS wie berSpruch jutn ©pigramtn, wie baS jahme Sinngebidjt 31t bettt geharnifdj«ten. Sei all bem lefen wir feine Sattrett lieber, als btc ernftenStetmereien