Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
207
Einzelbild herunterladen
 

Wort in Dpifj. Cßaul STeming.

207

Darum aber fleht bod) Dpil) in (gerieften a(öDid)ter bahnbrechend /ba, fo vorbereitet er a(d@e[ef)rter mar. ?l(d Dichter vorbereitet, and) aldXber neuere fiafftfetje Dichter, auf beffen 93erfd)iebenf)ett von bert alten \5Bolfdbid)terit et ftd) Sllled einbilbete, mar er tu Deutfd)lanb langeunb flufeiimäfjtg, mie mtr faf)en, aber uictjt eben tu ©cl)leften. ©adhier bot if)tn Hegt, trägt beit allgemeinen (Sffarafter eben bet ®olföbtd)=terei, gegen bie Dptf auftrat. ©ie übel mod)te itjm badfdjöite 23ht=ntenfelb auf jetzigen allgemein gattj betrübten ©taub" bufteti, bad 3d)eo=halb öpöcf unter bem anagrammatifdjen Flamen Dtljeblab ibeft) inSiegsnif im (Slfafj" (b. I). ©djleften) 1601 herattdgab: brollige ®ebid)te imalten meifterfängerltd)en Don, bte aber burd) bie »erfdjiebenartigen Stoffebie fte behanbcltt, unb itt ben aSerdmafjett bte italienifdje SSorbtlber ver=ratzen, eine neue ßcit bod) fd)ott anfünbtgcit. Die Übeln (Stgenfchaftettferner einer geiflltdjen Ißoefie, wie ber 9ltngmalbtfchen, mod)ten Dptfan einem 9)Md)tor Siebig 138 ) unb ähnlichen, bie in ©d)ieften vor i^tnVergingen, red)t attffaKen; unb mentt fte tl)tn bet btefetit entgingen, fofagte fte tl)tn ein Slnberer, ber Pfarrer fßeter Situd in 53entl)en (15421613), in ber SSorrebe 51 t feinem neuen QuadragesimalefiBredlau 1603)felbft. ^ter nämlich gefielt btefer mofjl ju mtffett, baf feine9ieitne 51 tßeiten fjart feien, unb etliche ©orte verbrochen, fonbetlid) auf fd)Ieftfd)e2 lrt ju rebett, welche vielfältig jwo ©pllabeit itt eine etnjeucht unb cott=tradieret;" baf er aber vorgepgett habe, lieber bett Steint einen 3wattgleiben 51 t laffett, ald bte ©etititng, mad in ber geglichen Dichtung aud)noch weiterhin nad) Dptf vieler ehrlicher Seute Slnftdjt blieb. 2 lud) berwatfere (Santor 3 oad)im ©artoriitd in ©djmeibittfj befennt ftch itt feinemgereimten fßfalter (Sredlau 1591) ju ifjr, ber jwar, wie aud) 3of). 4? e ersmanu uttb wie überhaupt viele Siebetbid)tet bed 16. 3al)tl)d. fdjott, ittgutem Daftc unb and ®emöf)nuiig an ben muftfalifdjen Donfatl, benaccentuirten 3tt)i;tl>mitd traf, ben nachher Dpit) nad) ber Stegei einführte.3ol)ann ^eermantt (15851647), ben wir unten ltodj weiter Tennenlernen, war fdjott 1608 ein gefrönter Dichter unb alfo fd)ott viel früherald Dpit) aufgetreten; an Dfcheruittg angefd)loffen ging er auf Dptfetidreine 2 lrt" ein; bie fpätereit Slitdgaben bed befanuteften feiner ©erfe,bet devoli inusica cordis, ttbcrlad er fleißig, weil tf)tti Slnfangd biefereine Slrt beutfdjer fßoefte nicht red)t befannt gewefett. ffiergleid)t manbiefe fpäterett Sludgaben mit ben früheren, fo fleht matt, Wie wenig biefe

138) 2)tonatfd)rift Bott itnb für ©cptefteti. 1. .jöeft, t»o eitt Stuffaf übet bie fehle*fiftpen ®id)tet Bot £>ptß.