Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
164
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164 Dtücftritt bcr ®idjtung aug breit SSotfc untre bie ©clchrtret.

Slesofitoriunt, eine SÖfanier, biefelbft in fo nicl X^etteren ßeiten bet einem3ean Ißaut uttleibltd) ift, ber bod) ttod) menigftenS in feinen SluSjügetteinige Drbnuttg unb in ihrer Slnwenbung einiges DJfaß fjatte. gifdfartfamt feinen ©ebattfen auSfül)ren, ohne ifjn in närrifd)c Silber 51 t flei=ben, gcfudjte Sejtefjungen beisubtingen, ad vocem quamlibetfernltegenbeunb bunfle bejüglid)e ©Stichwörter unb Siebctottfange an ben paarengerbet ju jief)en; unter allen §u ©ebot fteficnben Sluöbtüdeit braucht ergerne ben barodften, ben SolfSauSbtud, beit ©olöciStnuS, am Itebftenaber alles jugletd); er btlbet in feinerfantaftengreulidjen 9(rt unge*reimte ndrrtfdje barbartfdfc §omom;ma ober nametnige 2 Bortgletd)=f)eiten;" nerfdfreibt bie Sßortc mit ctvmtotogtfdten Umbilbuugcn nad)ifjrem Saute; freut ftd) an feberSBortftempelct", an fomtfdjen 93er=bcutfd)itngcn fremberSßÖrter unb an babttrd) eingefeilten Dicbettbcgttffen,fudjt nad) DnomatoSöien, nad) SBortenbie 001 t ©etöit unb dpall auS=jufsredjen eine Suft geben;" er fattn feine DJfaterie, feilt ^ßrobitct nennen,ohne uttS mit einer glitt non ßrtlid)en Seimörtern ftatiftifd) burd) galt;3)eutfd)lanb ju fagett; er fatttt fein fold)eS (StgemSeimort braud)ett unbfern |>aubtmott, ohne ganje Ißroäcfftonen non apsetlatinen (Sigenfd)aftS=Wörtern norauSjufdjtdett. Uebct SllleS breitet er bann gern Dfetmflänge,SXffottanjen unb Sllliterationen. 3)te beutfdjc ©Städte nimmt fid) beiihm auS wie ein Urwalb non unmäßiger 3eugungSfraft, ber rtitwegfamgemad)t ift burd) ©d)lingsflanäett non wud)erttber llcbbtgfcit uttb nollfonberbarett UngejteferS unb ©emütmS. 9lber eben bieötraft ift fjerrtid),unb wie ein ©ötl)e für feinen fanfteit §umor bei .fpattS ©ad)S, fo mußetn fünftiger ©atirifer in btefem Sßalbe §olj auSbeuten. gifdjart f)ateS gewußt, baß Rabelais ein SlrtftoshnneS genannt würbe, in ihm auchift ein Äettn baju, aber ju tief gelegt, als baß er bamatS aitfgetjenfonitte. DJfatt muß fid) in btefe bunflen ©d)ad)te eingraben, uttb ftd)nergnügen mit fleinett $üttben im 3)itufeln, bte man erft noch am ^ a 9 enon Dielen ©dfladen reinigen muß.

@0 Oertieft aber gifdjart auch ift in bi e ®efd)madloftgfett unbRohheit ber Beit, benttod) ringt er überall, wie Wir feßen, nad) reinererSitte unb fefbft nach feinerem ®efd)tnacf hin; feine 2)erbl)ett netsetfjtmau ber materiellen 3«it nnb ihrem auSgeSrdgten ßfiarafter, bie mitnad) unferen belicatcrett DJtaßen nid)t beurtheilen müffett. ©oitft müßtenwir aud) bte ganje Ißolemif fetter 3 eit, btefe fdföne unb fraftoolle ©eite,netbammeit, bte gifdjart als ©tunbfaß unb mit Sebadft übt 119 ). ©S

119) 3m Äelftnb fagt ec: