Druckschrift 
1 (1857)
Entstehung
Seite
179
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6Iiautoii8, buvono, traleralsra. 179

sich bei Ihnen photographiren zu lassen, nur wünscht sieeine Ihrer Arbeiten zu sehen. Könnten Sie mir wohl zudiesem Zweck einen Abdruck des Bildnisses jenes jungenMädchens dort überlassen? Ich erlaube mir Ihnen zu be-merken," fuhr der Baron fort, als er sah, daß ihn derjunge Mann mißtrauisch anschaute, ohne eine Antwort zugeben, „daß damit in keiner Weise Mißbrauch getriebenwerden soll; ja, ich glaube Ihnen versprechen zu können,daß das Original des Bildes es nie erfahren wird, daßdiese Photographie irgendwo gezeigt worden ist; denn dieDame, bei der dies geschehen soll," setzte er lächelnd hinzu, „be-wegt sich in einer ganz anderen Schicht der Gesellschaft."

Diese Forderung kam Herrn Böhler sehr ungelegen.Es widerstrebte ihm, einen Abdruck von den: Bilde Rosa'saus der Hand zu geben, namentlich an Leute, von denener nicht wußte, wer sie Maren und was sie möglicher Weisefür Absichten mit der Photographie haben konnten. Das;Eifersucht dabei in; Spiele war, verstand sich von selbst. —Ahnte vielleicht der Baron den Grund der schweigendenWeigerung? Wohl möglich, denn er lächelte gegen denPhotographen auf eine verbindliche Art, wobei aber jeneruns bekannte scheue, fast falsche Zug wieder um seine Lip-pen erschien; dann war er klug genug sich mit der freund-lichsten Miene gegen die alte Frau umzuwenden, wie umderen Hülse nachzusuchcn, die ihm auch bereitwilligst zuTheil wurde.

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