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Neuntes Kapitel.
ahnungsvollen Gemüthe den Augenblick für außerordentlichwichtig ansehend, kleine Gcbctsätze mit einfließcn ließ, wo-bei sic, da es noch keine besonderen Heiligen für die Pho-tographen gibt, verschiedene, die ihr gerade, cinfielen, bestensersuchte, das gegenwärtige Portrait ihrem Sohn zu Nutzund Frommen gelingen zu lassen. Das Licht war günstig,der fremde Herr sah wie eine Mauer, und nach Verlaufder zwölften Sccunde machte Herr Böhler eine tiefe Ver-beugung, wobei er mit der Hand den Schlicßdeckel desGlases gegen den Sitzenden schwenkte, was bei den Photo-graphen «ungefähr ebenso viel sagen will, wie bei denSoldaten das bekannte: Rührt euch!
Hierauf begab sich der Photograph mit der geschlossenenKapsel in die dunkle Kammer, rein das Portrait hervorzu-rufcn und zu fixircn. Es schien außerordentlich gelungen,und nachdem die Glasplatte mit Master abgespült war,brachte er sie den beiden Herren zur Ansicht. Allerdingswar das Portrait scharf und gut gekommen, nur wundertesich der fremde Herr, ja er erschrak fast einigermaßen dar-über, daß er auf dem negativen Bilde natürlicher Weisemit schneeweißem Haar, eben solchem Bart, dagegen mit fastschwarzem Gesicht,. einem sehr bejahrten Mohren nicht un-ähnlich, erschienen.
„Unser photographischer Freund dorten," sagte er,nachdem er sein Portrait eine Zeit laug betrachtet, „erklärtdas Bild für gelungen; also ist das Licht vollkommen