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Achtes Kapitel.
Wohnzimmer zurück, das fühlte er wohl, aber er mußtelange mit sich kämpfen, ehe sein Athen: wieder ruhigerging,ehe seine Augen den sonderbar entsetzlichen Ausdruck verlorenhatten, ehe sein Gang wieder gleichmäßig geworden, nichtmehr so schwankend war, als da er vom Fenster wegtrat.Ja, er versuchte zu lächeln, und es gelang ihm, als ernun wieder vor die Beiden im Nebenzimmer trat, wo ihndie alte Frau bestürzt anblickte; denn, wie sie ihm spätersagte, habe er zum Erschrecken blaß ausgesehen.
Herr Krimpf hob ebenfalls den Kopf in die Höhe, undauch er lächelte, als er in die entstellten Züge des Photo-graphen blickte. Darauf zuckten seine Finger wie vergnügtnach seinem Kinn und als er sagte: „Nun?" lag in diesemeinzigen Worte ein Hohn, ein Triumph, der unaussprech-lich war.
„Nun?" fragte auch die alte Frau.
„Die Rosa war nicht am Fenster," entgegnetc der An-dere so gelassen als es ihm möglich war. Dabei blickte erbesorgt auf den Maler, der aber seinen Kopf so tief über dasPapier gebeugt hatte, daß inan sein eigenthümliches Grinsennicht sehen konnte. — „Nein, sic war nicht am Fenster,"wiederholte er nach einer Pause und einem tiefen Athemzuge.
Ein paar Sekunden lang war es nun auch so still indem Zimmer, daß das Picken der Schwarzwälder Uhr einfast unerträgliches Geräusch machte. Dann sagte Herr Krimpf:„Nun, wenn sie nicht am Fenster war, so ist es mir lieb