Druckschrift 
1 (1857)
Entstehung
Seite
87
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Im Kabinet des Regenten.

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So, so," sagte der Herzog und dabei faßte er denFuß der Lampe und schob sie so hoch empor, daß das volleLicht auf den jungen Offizier fiel. Dieser stand ruhig er-wartend an der Thür und blickte mit seinen klaren, ehr-lichen Augen nach dem Regenten hin.

So, so," wiederholte dieser und schien dabei überetwas nachzudenken, wobei er mit den Fingern auf demTisch trommelte.Ich wollte meinen erstenAdjutanten rufen lasten," sprach er nach einer Pause, in-dem er lächelnd aufblickte,und nun erscheint ungerufenmein letzter."

Ordonnanzoffizier, Euer Hoheit," sagte Herr vonFernow nicht ohne Absicht.

,;Ganz richtig, Ordonnanzoffizier;" entgegnete der Re-gent freundlich;aber was nicht ist, kann werden. Esist vielleicht auch so gut," setzte er nach einem abermaligenNachdenken hinzu.

Ich würde mich außerordentlich glücklich schätzen, vonEurer Hoheit zu einem Dienste befohlen zu werden."

Der Regent hatte sich bei diesen Worten des jungenOffiziers von seinem Stuhle erhoben und, indem er umeinen Schritt näher trat, wobei er sich mit einem Arm ausden Kamin stützte, sagte er:

Ich danke Ihnen für Ihre Bereitwilligkeit; aber esgibt Dienste, die man eigentlich nicht befehlen will."