Diner bei Hofe.
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cm hungriger Mensch, der so mit ansehen muß, wie er aufunverantwortliche und leichtsinnige Art um die süßen Freu-den der Tafel gebracht wird, — ein solcher Unglücklicherkönnte vielleicht einmal grob werden, und ein grober Gastan einer Hoftafel wäre etwas so außerordentlich Schreckliches,von dem noch zehn Kammerherrengenerationcn schauderndsprechen würden, als von etwas, „was der Mensch begehrensollte, nimmer zu schauen."
Als gut geschulte Hofmänner hatten denn auch sowohlHerr von Fcrnow, als Herr von Wenden ihren Appetit durchein spätes und solides Frühstück gedämpft, heute wohl un-nöthiger Weise; denn Beider Hunger, und wenn er auchnoch so stark gewesen wäre, würde von der Aufmerksamkeitabsorbirt worden sein, mit welcher der Kammcrherr die Prin-zessin Elise, der Ordonnanzoffizier aber Fräulein von Nip-perda betrachtete.
Die Prinzessin hatte die Rose neben sich auf den Tischgelegt, doch sah das scharfe Auge des Herrn von Wendenwohl, daß der Papierstrcifen von dem Zweige verschwundenwar. Was dieser Papierstreifen enthielt, konnte sie füglichnoch nicht gelesen haben; sic hatte noch keine Gelegenheit ge-habt, ihn, wie der Kammerherr gethan, gegen das Licht zuhalten; denn nur so konnte man die paar Worte herausfinden,die mit einer seinen Nadel in das Papier gerissen waren.