Druckschrift 
1 (1857)
Entstehung
Seite
7
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beginnt langweilig.

»er, von denen der Eine, ein Ordonnanzoffizier aus demLeibdragonerregimcnt des Regenten, mit sestgehaltcnemSäbel an den Fenstern auf und ab spaziert, während derAndere im goldgestickten Frack der Kammerherren dasselbeauf der Seite des Kammes thut. Beide sind vielleichtwenig über zwanzig Jahre alt, und wenn sich der Eine sogut wie der Andere entsetzlich zu langweilen scheint, soäußert sich das doch bei jedem auf verschiedene Art.

Der Kammerherr von Wenden, ein Mann von mittlererGröße mit Anlage zur Beleibtheit, hatte blondes Haar,das er glatt an den Kopf gestrichen trug, uud welches sozum sorgfältig glatt rasirtcn Kinn und Wange sehr gut paßte,ja, seinem Kopfe mit der spitzen Nase, dein feinen zusain-mengezogeneu Munde und den lebhaften Augen etwas Schlaues,fast Lauerndes gab, welches aber durch ein wirklich liebenswür-diges Lächeln gemildert wurde, das sein Gesicht, mit außer-ordentlich seinem und weißem Teint, häufig erhellte. Erspazierte in dem Gemache auf und ab, den Hut unter demArm, die Hände ans dem Rücken vereinigt. Dabei ging eraber vollkommen ruhig und gleichmäßig, ja mit fast behag-lichen, tänzelnden Schritten, ohne alle Zeichen von Ungeduld,als habe er sich zur Aufgabe gemacht, das Zimmer in jederViertelstunde so und so oft zu durchschreiten.

Der Andere, Ordonnanzoffizier Herr von Fernow,war größer als sein Gefährte, dabei schlank, und wenn erebenfalls auf uud ab schritt, so that er dies mit allen mög-